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Walter Ballhause: Schuhmacher-Kind und ein „unsichtbarer Fotograf“

veröffentlicht am 16.10.2012 um 16:55 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:33 Uhr

Hameln (sti). Eine Rarität sowohl für Fotoliebhaber als auch für Hamelner stellt der Kalender für das Jahr 2013 mit Fotografien von Walter Ballhause dar. Ballhause wurde 1911 in Hameln geboren. Seine Bilder genießen internationale Anerkennung.

Unter anderem gab es 1988 eine Ausstellung in New York, die er selbst noch mit eröffnet hatte. Er gilt als einer der ästhetisch interessantesten sogenannten „Arbeiterfotografen“, sein Kennzeichen sind die starken Helldunkel-Kontraste, die an Holzschnitte erinnern. Seine Fotos sind häufig genug bewegende sozialdokumentarische Spiegelbilder der Weltwirtschaftskrise und des aufkommenden Faschismus vor 1933. Die Fotos des Kalenders zeigen aber auch sehr persönliche Motive, vor allem Kinderbilder, darunter seinen Sohn Rolf, im Gegenlicht fotografiert mit einer kunstvoll grafisch wirkenden Bildkomposition.

Der Kalender und auch ein kürzlich erschienenes Doppelheft der „Arbeiterfotografie“, das sich seinem Leben und seinem Werk widmet, sind über arbeiterfotografie@t-online.de zum Preis von 20 bzw. 18 Euro zu bestellen. Dort finden sich auch die Ballhause-Zitate wieder als Teil eines umfangreichen Interviews, das Professor Michael Stiegler, der sich seit Jahren mit Ballhauses Werk beschäftigt,  im Jahr 1987 mit ihm geführt hat.



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