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Spatenstich in 2020?

Waldbühne auf dem Klüt: 400 Besucher sollen Platz finden

HAMELN. Die Pläne für eine Waldbühne auf dem Klüt bekommen eine neue Dimension. Mehr als 400 Zuschauer sollen auf den Rängen des Amphitheaters, das auf dem Gipfel des Hamelner Hausbergs entstehen soll, Platz finden. Dies geht aus dem Bauantrag hervor, den Jens Kursawe und Werner Sattler vom Verein der Grenzbezieher jetzt an den Oberbürgermeister übergeben haben.

veröffentlicht am 14.03.2019 um 19:09 Uhr
aktualisiert am 14.03.2019 um 21:10 Uhr

Das Tor zur Waldbühne in spe: der historische Rundbogen, ein Rest des 1808 von Napoleon geschliffenen Forts George. Foto: Dana
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Unter dem Motto „Kultur trifft Natur“ wollen die Grenzbezieher die Klütkuppe, die durch den verwaisten Protzbau der Gebrüder Fard stark an Attraktivität verloren hat, wieder aufleben lassen. Mit bis zu sechs Veranstaltungen im Jahr soll auf dem Klütberg wieder Leben einkehren. Angedacht sind auf dem Areal zwischen Klüthotel und Klütturm Konzerte und Theateraufführungen. Bis zu 400 Sitzplätze sollen entstehen, darüber hinaus auch Stehplätze. Für die Sitzgelegenheiten, die wie in einem Amphitheater stufenweise angelegt werden sollen, ist geplant, Obernkirchener Sandstein zu verwenden, der sich gut an die kärglichen Überreste des Forts George anpassen würde. Die Zuschauer sollen auf Sitzkissen zurückgreifen können.

Aber wo sollen über 400 Leute parken? Die bestehenden Parkplätze auf der Klütkuppe reichen dafür nicht aus. Sollen sie auch gar nicht, wie Jens Kursawe seines Zeichens Vorstandsmitglied im Verein für Grenzbeziehung und Heimatpflege von 1930 sagt, schon allein aus Sicherheitsgründen. Vielmehr sollen die Gäste per Park & Ride auf den Klüt gelangen. Heißt: Die Besucher parken ihre Autos etwa auf dem Tönebönplatz oder auf einem anderen öffentlichen Stellplatz und werden busweise zur Waldbühne auf dem Hausberg gebracht.

Auf den Plänen, die Jens Kursawe am Donnerstag auf dem Tisch vor Oberbürgermeister Claudio Griese ausbreitet, ist eine als „Bistro“ bezeichnete Nische zu sehen, in der Getränke und Snacks verkauft werden könnten. Der historische, längst verschüttete Brunnen, ein Überbleibsel des Forts George, soll äußerlich mit Naturstein rekonstruiert werden. Für die Bühne ist ein mobiles Dach geplant im Stil des Hochzeitshausterrassen-„Segels“ geplant. Mobil sollen auch die bei Veranstaltungen nötigen Sanitäranlagen sein, die in Form von Toilettenwagen herangekarrt werden sollen. Für die Beleuchtung sollen zwei Masten installiert werden, in den Bühnenboden sollen Kabelrohre eingelassen werden.

Vereinzelt fanden in den vergangenen Jahrzehnten bereits immer mal wieder kleine Konzert auf der Klütkuppe statt. Foto: DWZ/Archiv

War zuletzt noch von einer grob veranschlagten Summe von 30 000 Euro die Rede, halten sich Kursawe und Sattler nun zurück. „Wir warten jetzt erst mal die Baugenehmigung ab, dann geht es an die Kostenerstellung“, sagt Jens Kursawe, Inhaber des ältesten Hamelner Bauunternehmens. Fest steht nach wie vor: Ohne finanzielle Unterstützung werden die Grenzbezieher die Waldbühne nicht in die Tat umsetzen können. Die Stadt begrüßt das Projekt zwar, beteiligt sich finanziell aber nicht daran. Folglich sind die Heimatpfleger auf Fördermittel und Sponsoren angewiesen – und Eigenleistung. Für Letztere hoffen sie auf Manneskraft aus der Hamelner Einwohnerschaft, an die sie beizeiten appellieren wollen. Apropos Kosten: Die Bühne soll zwar auch der Allgemeinheit (Kindergärten, Schulen, Wandergruppen) offenstehen, allerdings gegen eine gewisse Gebühr. Nicht, um daran zu verdienen, wie Kursawe, anmerkt, sondern um die dann laufenden Kosten zu decken.

So ungewiss wie die Kosten bleibt bis auf Weiteres auch die Eröffnung der Waldbühne. Vorstellbar sei aber, so Kursawe und Sattler, in 2020 den ersten Spatenstich vornehmen zu können. Das ist sogar das erklärte Ziel der Grenzbezieher. Dann feiern sie nämlich das 90-jährige Bestehen ihres Vereins.



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