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Zeichen stehen auf Neustart

Wählergruppe „Wir für Hastenbeck“ gibt jetzt den Ton an

HASTENBECK. Die Zeichen stehen auf Neustart. Der langjährige Ortsbürgermeister Kinast war nicht mehr angetreten, die CDU ist nicht mehr im Ortsrat vertreten, dafür ist die neue Wählergruppe „Wir für Hastenbeck“ umso präsenter. Entsprechend groß war das öffentliche Interesse, als sich der Ortsrat konstituierte.

veröffentlicht am 06.11.2021 um 07:00 Uhr

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Die politischen Zeichen in Hastenbeck stehen auf Neustart. Der langjährige Ortsbürgermeister Walter Kinast war bei der Kommunalwahl nicht wieder angetreten, die CDU ist nicht mehr im Ortsrat vertreten, dafür ist die neue Wählergruppe „Wir für Hastenbeck“ fortan umso präsenter. Für Schlagzeilen hatte nach der Wahl zudem der Fall Olaf Kutzner gesorgt. Entsprechend groß war das öffentliche Interesse, als sich der neue Ortsrat am Donnerstag konstituierte. Knapp 40 Besucher wohnten der Sitzung bei.

Auf Antrag des neu in den Ortsrat gewählten Alexander Trzeciak (SPD) war die Wahl des neuen Ortsbürgermeisters geheim. Wie die meisten sei er nach der Wahl davon ausgegangen, dass der mit überwältigender Stimmenzahl in das Gremium gewählte Olaf Kutzner von „Wir für Hastenbeck“ den Ortsbürgermeister stellen würde. Da Kutzner sein Mandat aber wegen Unvereinbarkeit mit seinem Beamtenstatus nicht ausüben darf (wir berichteten), sprach sich Trzeciak für seinen Genossen Steffen Knippertz als Ortsbürgermeister aus. „Er hat (nach Kutzner; Anm. d. Red.) die meisten persönlichen Stimmen erhalten, ist schon seit fünf Jahren im Ortsrat tätig und jetzt auch in den Stadtrat gewählt worden“, begründete er. „Das prädestiniert ihn zum Vertreter unserer Interessen.“

Die Wählergruppe, die mit vier Mitgliedern doppelt so stark wie die SPD im Ortsrat vertreten ist, schlug indessen Carsten Schwier-Herrmann vor, der sodann mit vier Stimmen gewählt wurde. Zwei votierten für Knippertz. Als stellvertretenden Ortsbürgermeister schlug Trzeciak ebenfalls Knippertz vor, die Wählergruppe mit Mijo Greguric wiederum erneut einen Kandidaten aus den eigenen Reihen, der in abermals geheimer Wahl mit vier Stimmen gewählt wurde, während zwei Voten auf Knippertz abfielen.

Carsten Schwier-Herrmann ist 48 Jahre alt, geboren und aufgewachsen in Minden. Nach seinem Referendariat im Lipperland wohnte und arbeitete er als Lehrer am Albert-Einstein-Gymnasium in Hameln. Seit 2009 lebt er in Hastenbeck. Er arbeitet inzwischen beim Regionalen Landesamt für Schule und Bildung als leitende Fachkraft für Arbeitssicherheit. Mit der Wählergruppe wagte er den Schritt in die Kommunalpolitik. Der frisch zum Ortsbürgermeister Gewählte sagte, das Amt „aus Pflichtbewusstsein“ angenommen zu haben, aber auch aufgrund „der Möglichkeit, stärker mitzugestalten“. Mit Olaf Kutzner, den, wie er wisse, viele gern als Ortsbürgermeister gesehen hätten, wolle er sich innerhalb der Fraktion weiter beraten. Ein für Kutzner nachrückendes Mitglied der Wählergruppe gibt es nicht, da nicht mehr als fünf Kandidaten zur Wahl standen, die alle gewählt wurden.

In der Einwohnerfragestunde wollte ein Hastenbecker wissen, ob Wählergruppe und SPD vor der Sitzung Gespräche geführt hätten. Sowohl Knippertz als auch Schwier-Herrmann verneinten dies, beteuerten aber, gemeinsam das Beste für den Ort erreichen zu wollen.

Für ihre ehrenamtliche Tätigkeit geehrt und feierlich verabschiedet wurden die ausgeschiedenen Ortsratsmitglieder, allen voran der langjährige Ortsbürgermeister Walter Kinast (CDU), dem die Anwesenden mit stehenden Ovationen applaudierten.



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