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Rindt & Gaida lehnt Offerte ab: „Zu teuer“ / Autohaus Fischer wird Servicepartner

VW findet keinen Händler

Hameln. Auch zehn Monate nach der Insolvenz und Schließung des einst traditionsreichen Autohauses Hild & Co. sucht Volkswagen noch nach einem Nachfolger für ein neues VW-Autohaus in Hameln – bislang allerdings ohne Erfolg. Nicolai Laude von der VW-Konzernkommunikation Marketing und Vertrieb sagte auf Nachfrage: „VW möchte gerne in Hameln präsent sein, prüft, sieht sich um und sucht nach wie vor einen neuen Partner für den Verkauf. Es ist aber nichts spruchreif.“ Damit bleibt Hameln zunächst ohne eigenen Volkswagen-Händler.

veröffentlicht am 20.11.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 00:21 Uhr

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Autor:

von thomas thimm
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Eine entsprechende Anfrage des Wolfsburger Konzerns abgelehnt hat das in Hemmingen ansässige Autohaus Rindt & Gaida. Werner Rindt: „VW hat uns einen Vertrag angeboten, wir haben wochenlang gerechnet und festgestellt, dass sich das nicht rechnet.“ Rindt & Gaida werden zwar 2,5 Millionen Euro in Hameln investieren und kommende Woche im Gewerbegebiet Hottenbergsfeld auf einem 10 000 Quadratmeter großen Grundstück den ersten Spatenstich für ein Skoda-Autohaus setzen – doch an einer VW-Dependance hat Rindt & Gaida kein Interesse. Rindt: „VW hat Vorstellungen, die niemand erfüllen kann, es sei denn, er hat zu viel Geld. So, wie sich VW einen Standort in Hameln vorstellt, würde der zwischen 3,5 und 4 Millionen Euro kosten. Das ist zu viel für den Standort Hameln und den dort zu erwartenden Absatz.“

So bleibt es für Rindt & Gaida bei der für April/Mai 2015 anvisierten Eröffnung eines Skoda-Standortes. Dort schafft Rindt & Gaida 20 neue Arbeitsplätze. Sechs davon werden übrigens mit früheren Mitarbeitern von Hild & Co. besetzt.

Derweil ist das Autohaus Fischer in Afferde dabei, ab kommendem Jahr Servicepartner für VW und VW-Nutzfahrzeuge zu werden. Geschäftsführer Ralf Fischer sagte auf Anfrage, dass neben dem bestehenden Verkauf und Service der Automarken Toyota und Peugeot „wohl im Januar 2015“ auch das Werkstattgeschäft mit VW anlaufen werde. Fischer betonte, dass er mit seinem Autohaus einen Servicevertrag mit VW eingehen wolle, jedoch keinen Verkauf als VW-Händler anstrebe. Auch hier gehe die Erweiterung des Angebotes mit einer Aufstockung des Personals einher: Zu den bereits vorhandenen 26 Mitarbeitern unter den Flaggen von Toyota und Peugeot gesellen sich aufgrund des VW-Engagements sechs neue Kollegen hinzu.

In einem Punkt widerspricht Fischer allerdings den Aussagen der Wolfsburger VW-Zentrale: „VW sucht keinen neuen Vertriebshändler in Hameln. Dazu habe ich eine verbindliche Aussage aus Wolfsburg bekommen.“ Er selbst habe natürlich bei VW auch danach gefragt – und eben diese Antwort bekommen. Schließlich investiere er in den neuen Servicebetrieb eine nicht unerhebliche Summe und müsse sicher sein, dass nicht ein neuer Händler mit Werkstatt den Erfolg seiner Investition gefährde.

Übrigens ist sich Fischer sicher, dass VW gar keinen neuen Händler in Hameln benötigt – denn: „Derzeit werden in Hameln mehr VW verkauft als zu Zeiten von Hild & Co.“ Zur Untermauerung zitiert Fischer die Statistik: Demnach hat VW von Januar bis September 2014 in Hameln 494 Autos abgesetzt – im Vorjahreszeitraum 467. Fischer: „VW hat in Deutschland einen Marktanteil von 20,4 Prozent und in Hameln von 20,1 Prozent. Da braucht es offenbar keinen neuen Händler.“



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