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Industrie 4.0 macht Jobs überflüssig – Teppichhersteller will internationales Geschäft ausbauen

Vorwerk baut Arbeitsplätze in Hameln ab

HAMELN. Das Hamelner Teppichwerk Vorwerk baut einen Teil seiner 370-köpfigen Belegschaft ab. Es wird Mitarbeitern gekündigt, andere gehen vorzeitig in den Ruhestand.

veröffentlicht am 20.02.2019 um 16:26 Uhr
aktualisiert am 20.02.2019 um 20:00 Uhr

Blick ins Innere der Vorwerk-Werke in Hameln: Hier werden Arbeitsplätze wegfallen. Foto: Henrik Wiemer/ Vorwerk/PR
Thomas Thimm

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Thomas Thimm Stv. Chefredakteur zur Autorenseite
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Nach Aussage der Unternehmensleitung ist die Digitalisierung von Arbeitsprozessen in Produktion und Verwaltung ein großes Thema für den Hersteller von Bodenbelägen – dies führe dazu, dass ein Teil der Arbeitsplätze abgebaut werde, sagt Marketingchef Florian Bausch am Mittwoch auf Anfrage. Das Unternehmen Vorwerk macht gegenüber der Presse ein Geheimnis aus der Anzahl der vom Stellenabbau betroffenen Mitarbeiter. Bausch bestätigt nur: „Es wird zu einem Stellenabbau bei uns kommen. Wie viele Stellen es sind, sagen wir nicht öffentlich.“ Nach unseren Recherchen sind möglicherweise rund zehn Prozent der Arbeitsplätze bei Vorwerk betroffen. Während einer Betriebsversammlung im Hause Vorwerk ist die Zahl auf der Streichliste erwähnt worden; von einer Quelle, die nicht namentlich genannt werden möchte, war am Mittwoch die Zahl 33 zu erfahren. Offiziell bestätigt ist diese Zahl jedoch nicht.

Bausch verwies darauf, dass „die betroffenen Mitarbeiter informiert worden sind“, es „mit dem Betriebsrat gute Gespräche gibt“ und „wir schauen, dass wir gute Lösungen finden“. Jeweils etwa die Hälfte der Stellen, die abgebaut werden, entfällt nach Bauschs Aussage auf Produktion und Verwaltung. Er verwies zugleich aber auch darauf, dass die seit nunmehr 18 Monaten andauernde Kurzarbeit bei Vorwerk Ende Februar beendet werde.

Bereits seit dem Jahr 2016 ist das neue Management bei Vorwerk dabei, das Unternehmen neu auszurichten. So wurde damals bereits das Sortiment neu sortiert – und nach Bauschs Aussage „sehr viel Geld in die Verwaltung gesteckt“. Nun will sich Vorwerk deutlich internationaler aufstellen: „Wir werden ganz gezielt auf internationale Märkte gehen, zum Beispiel Asien und Nordamerika.“ Dazu werde Vorwerk acht neue Mitarbeiter für den internationalen und nationalen Vertrieb einstellen. Schließlich sei Vorwerk vor allem im internationalen Objekt- und Projektgeschäft gut. Das Wohngeschäft im Endkundenmarkt sei dagegen einem immer höheren Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Da das Objektgeschäft auch von Hameln aus bedient werde, stehe der Vorwerk-Standort Hameln „nicht zur Disposition“.



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