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Präventionsrat und Polizei wollen Taschendieben einen Riegel vorschieben

Vorsicht vor Taschendieben

HAMELN. Besonders ältere Menschen werden regelmäßig Opfer von Handtaschendiebstählen und Trickbetrügerereien. Um so etwas zu vermeiden, veranstalten der Präventionsrat und der Seniorenbeauftragte der Stadt, der Weiße Ring und die Polizei am Freitag, 1. September, einen Aktionstag zur Vorbeugung von Taschendiebstählen.

veröffentlicht am 30.08.2017 um 15:19 Uhr

Langfindern sollte man es nicht so einfach machen. Foto: dpa
Jens Spickermann

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„Hinter Gittern ist immer alles sicher“, sagt Oliver Bente, Beauftragter für Kriminalprävention der Hamelner Polizei. Das gilt nicht nur für Verbrecher, sondern auch für Wertsachen. Deshalb wirbt der Präventionsrat der Stadt Hameln in Zusammenarbeit mit der Polizei für Rollatorkorbdeckel, durch die in der Gehhilfe verstaute Wertgegenstände vor dem Zugriff geschickter Taschendiebe geschützt werden können.

Besonders ältere Menschen würden regelmäßig Opfer von Handtaschendiebstählen und Trickbetrügerereien, so Bente. Um so etwas zu vermeiden, veranstalten der Präventionsrat und der Seniorenbeauftragte der Stadt, der Weiße Ring und die Polizei am Freitag, 1. September, einen Aktionstag zur Vorbeugung von Taschendiebstählen. Von 9.30 Uhr bis 13 Uhr werden die Verantwortlichen Senioren und deren Angehörige vor dem Hochzeitshaus über die Tricks von Dieben und Betrügern aufklären und auch den von der Polizei Gütersloh entwickelten Rollatorkorbdeckel vorstellen, von dem 30 Stück verlost werden.

Besonders am Monatsanfang heben viele Senioren größere Geldbeträge bei der Bank ab, die Handtasche mit der Geldbörse verstauen gehbehinderte ältere Damen dann gerne im Rollatorkorb. Einkaufen auf dem Wochenmarkt folgt oft als nächste Unternehmung und nach einer kurzen Ablenkung ist die Handtasche schnell entwendet – im schlimmsten Fall zusammen mit der Konto-Geheimzahl, die auf einem Zettelchen notiert wurde. Dieses gar nicht seltene Szenario, ein Glücksfall für jeden Taschendieb, wollen Präventionsrat und Polizei durch ihre Aufklärungskampagne und den Rollatorkorbdeckel vermeiden. Das Drahtgitter passt auf alle Krankenkassen-Rollatoren und soll den schnellen, unbefugten Griff nach der Handtasche erschweren. „Immerhin sicherheitserhöhend“ wirke das, meint Bente. Eigentlich solle die Geldbörse immer am Körper aufbewahrt werden.

Weil Seniorinnen aber häufig keine Kleidung mit geeigneten Taschen tragen und es ihnen wegen Bewegungseinschränkungen oft schwerfalle, die Handtasche über die Schulter zu streifen, sei der Rollatorkorbdeckel für diese Zielgruppe eine gute Lösung, meint Bente.

Praktisch könnte er aber auch für Radler sein, denn auch für manche Fahrradkörbe ist der Deckel geeignet. Weil die Konto-PIN, ob mit oder ohne Deckel, im Portemonnaie nichts zu suchen hat, entwickelte A.R.A Hameln für gedächtnisschwächere Personen ein Merksystem, das ebenfalls im Rahmen der Präventionsarbeit vorgestellt werden soll. Es funktioniert so, dass den einzelnen Ziffern des Geheimcodes Symbole zugeordnet werden, aus denen zur besseren Einprägsamkeit eine Geschichte ausgedacht wird.

Der Rollatorkorbdeckel kostet übrigens 14,95 Euro und kann online bei der Firma Mitschke erworben werden. Informationsmaterial zu den Präventionsmaßnahmen ist am genannten Aktionstag beim Präventionsrat und der Polizei erhältlich. „Wir wollen mit den Senioren ins Gespräch kommen und sie sensibilisieren“, so der Präventionsrat.



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