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Beim Dewezet-Turnier siegt England 5:2 / Jüngster Fan jubelt für EM-Gastgeber

Vorrunden-Aus für die Ukraine besiegelt?

Hameln (ch). Wenn Jahre im Voraus feststeht, in welchem Land die Fußball-Europameisterschaft stattfindet, beginnen sofort die Planungen. Vom Stadienausbau bis zur Frage, wie das Maskottchen aussehen und wer das offizielle EM-Lied singen soll, wird alles bis ins Kleinste durchorganisiert. Bei der Dewezet-EM hingegen sind Spontaneität und Improvisationstalent gefragt. Erst unmittelbar vor ihrem dritten EM-Spiel wissen Timothy Tyler und Artjom Grincenko, welche besondere Fußballdisziplin auf sie wartet: Das Schicksal der englischen und ukrainischen Mannschaft entscheidet sich in Hameln beim Fußball-Tennis.

veröffentlicht am 19.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 04:21 Uhr

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Man nehme zwei Männer, einen Fußball und eine grüne Wiese; auch die Regeln sind einfach: Einmal darf der Ball im eigenen Feld aufdotzen, bevor er über die Mittellinie wieder rübergespielt wird. Geht der Ball ins Aus oder springt mehrmals auf dem Boden auf, bekommt der Gegner einen Punkt. Leicht nachzumachen, aber nicht so einfach, gut zu spielen, wie es auf den ersten Blick scheint. „Das ist hart“, stellt der Ukrainer Artjom Grincenko überrascht fest. Schnell fliegt der Ball hin und her, Timothy Tyler nimmt ihn immer wieder direkt in der Luft an, mit dem Knie, dem Kopf spielt er ihn gekonnt zurück. Als Feldspieler ist er dem Torwart von der SG Hameln 74, Grincenko, hier überlegen. Ein Zeichen für den Ausgang des heutigen EM-Spiels? „Europameister“, tippt der Engländer, der seine Fußballkarriere bald in Bad Pyrmont fortsetzt, nach den Turnierchancen der englischen Mannschaft gefragt. Grincenko hingegen gibt sich bescheiden: „Ich hoffe, wir überstehen die Gruppenphase.“ Läuft das Spiel ähnlich wie das Fußball-Tennis, wäre das Vorrundenaus des zweiten EM-Gastgebers besiegelt. 5:2 für England heißt es am Ende beim Dewezet-Match.

Seit 2005 ist Tyler in Deutschland, mit der Armee ist er hergekommen. Grincenko ist hier geboren und gibt offen zu, dass es ihm bei einem Spiel gegen Deutschland schwer fallen würde, sich für eine seiner beiden Mannschaften zu entscheiden. „Ich gönne es der Ukraine aber vielleicht mehr“, sagt er. „Never“, entgegnet Tyler. Niemals wäre er für Deutschland. Mit seiner Freundin, einer Deutschen, könne es deshalb schon mal zu Familienstreitigkeiten kommen. „We don’t talk“, erzählt er schmunzelnd von der eisigen Stimmung zu Hause, wenn Deutschland gegen England spiele.

Solche Schwierigkeiten hat Grincenko nicht. Egal, ob er für die ukrainische oder die deutsche Mannschaft jubelt, sein persönlicher, größter Fan unterstützt ihn: Sohn Adrian. Aus dem Kinderwagen heraus beobachtet er das Spiel genau und lacht, wenn Grincenko ihn auffordert, mehr Stimmung für ihn zu machen. Da macht es auch nichts, dass sich die Ukraine am Ende geschlagen geben muss.

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Doch gegen Timothy Tyler hat er keine Chance. Fotos: jch

Ein Video gibt es unter dewezet.de

Es gibt nicht nur Schwarz-Rot-Gold: Alle Nationen, die um den Titel des Fußball-Europameisters kämpfen, sind in Stadt und Landkreis vertreten. Die Dewezet bittet zur eigenen Fußball-EM – an Spielkonsole, Tipp-Kick oder auf dem Rasen.

Vor dem Spiel stellen sich die Gegner gemeinsam der Presse.



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