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Wohnraum für 2000 Einwohner

Vor 50 Jahren: Afferde plante Baugebiet „Südwest“

AFFERDE. Gerade ist im Gespräch, am Riesackweg in Hameln ein weiteres Neubaugebiet zu schafffen. Von 20 Häusern ist die Rede, die am Rennacker und Apenberg entstehen könnten. Ein Klacks zu dem, was die Gemeinde Afferde vor 50 Jahren vorhatte. Das Dorf „plant für die Zukunft“, titelte die Dewezet am 17. April 1969. Im Baugebiet „Südwest“ sollte Wohnraum für 2000 Einwohner geschaffen werden. Ein Mammutprojekt für das noch eigenständige Dorf.

veröffentlicht am 17.04.2019 um 07:00 Uhr

So sieht es heute im ehemaligen Baugebiet aus. Foto: Dana
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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„Trotz der augenblicklich in Afferdes Haushaltskasse herrschenden Flaute entschloss sich der Gemeinderat, in einer öffentlichen Sitzung den seit langem geplanten Bebauungsplan ‚Südwest‘ mutig in Angriff zu nehmen“, stand in der Zeitung. An einem Modell konnten sich die Afferder ein Bild vom Umfang des Gebietes machen. Offen war allerdings, ob wegen der seinerzeit bevorstehenden Verwaltungs- und Gebietsreform von den Behörden überhaupt eine Genehmigung des Großprojektes erteilt werden konnte. Die damalige Wohnbebauung im Bereich der Hannoverschen Straße mit dem dortigen Hochhaus und Verkaufsläden sollte durch eine Verlängerung der Breslauer Straße mit dem geplanten Wohngebiet verknüpft werden. „Ein weitgespannter städtebaulicher Bogen, der durch Einzelhäuser und durch zusammenhängende Wohnblocks hergestellt wird“, hieß es seinerzeit.

Angedacht war, vom Schulzentrum bis zu einer in Richtung Süden verlängerten Breslauer Straße einen freien Raum zu bilden, der gleichzeitig als Bürgerpark genutzt werden kann. Offenbar war das Gelände gemeint, auf dem heute eine Sparkassenfiliale und die Wohnhäuser der Usedomer und Wolliner Straße stehen.

Im Anschluss an den Raum war eine quadratische Fläche vorgesehen, die als Marktraum und damit als Hauptschwerpunkt des neuen Wohngebietes geplant war – mit Einkaufszentrum, Kindergarten und Gemeindehaus.

2 Bilder

Nach dem Park sucht man dort heute vergeblich, auch nach dem Gemeindehaus. Der Kindergarten fand allerdings seinen Platz – jedoch erst Jahre später und nicht wie zunächst geplant in der Nähe der Leipziger Straße. Er wurde an der Schule gebaut. Gerade diesen Standort an der Breslauer Straße weiß Waltraut Mehring heute zu schätzen. „Es ist schön, dass Krippe, Kindergarten und Grundschule an einen Platz gekommen sind“, meint die langjährige Ortsbürgermeisterin, die während ihrer Amtszeit drei Baugebiete einweihen konnte, wie sie sagt.

Dennoch, ein Baugebiet mit mehreren Hochhäusern fand vor 50 Jahren nicht bei jedem Zustimmung. „Wir waren sauer, dass die damalige Gemeinde dem Bau von Hochhäusern zugestimmt hat“, erinnert sich Mehring. „Gestalterisch können wir uns nicht beschweren. Es ist schön geworden“, ist sich Afferdes Ortsbürgermeister Björn Lönnecker sicher. Der Lokalpolitiker muss es wissen. Denn Lönnecker selbst wohnt schon jahrzehntelang in „Afferde Südwest“.



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