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Spaßturnier verschiedener Hundeschulen / Der Mensch ist der Unsicherheitsfaktor beim Können

Von „Wau“ bis „Wow“ – von Hund und Herr

Hameln. Es muss sich schon etwas Außergewöhnliches auf der Wiese neben dem Hamelner Tierheim abspielen. „Wuff“ und „Wau“ sind dort oft zu hören, aber heute mischt sich mehrmals ein menschliches „Wow“ hinzu. 60 Hunde und deren Halter stellen ihr Können unter Beweis. Die Hundeschulen „Hunde-König“ aus Bodenwerder, „Seminarschule Weserbergland“ aus Emmerthal und Ausrichter „CleverDog“ messen sich in einem Spaßturnier.

veröffentlicht am 26.10.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.01.2017 um 22:08 Uhr

Spielerisch mit seinem Herrchen Günter Kursawe in Bewegung: Der
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Gerade hallt wieder ein „Wow“ über das Gelände. Labrador-Groß Münsterländer-Mischling Roxy hat gerade den Agility-Hindernisparcours durchlaufen. Durchlaufen? Gesprintet ist die zwei Jahre alte Hundedame extrem schnell und zudem fehlerfrei. Herrchen Ronny Busch hat auf dem durch Regen aufgeweichten Untergrund so seine Schwierigkeiten zu folgen. Roxy scheint so richtig Freude am Parcours zu haben. Mit Elan springt sie durch Reifen, läuft galant durch zwei Tunnel, nimmt im Sprung locker die drei Mini-Hindernisse und lässt sich auch nicht irritieren, als die Wippe nach dem Überqueren der Mitte nach vorn kippt. Am Ende der Strecke macht sie „Sitz“ und wartet auf das verdiente Lob ihres Herrchens. „Rutschig war es schon“, erzählt Busch nach dem Lauf. „Regelmäßig in die Hundeschule, dann klappt das schon.“. Geklappt hatte es bei Roxy vorher schon bei den Gehorsamsübungen. Da hieß es für die Mischlingsdame, „Platz“, „Sitz“, und „Fuß“ zu machen. Wöchentlich trainieren die beiden bei „CleverDog“, dazu Übungen bei den täglichen Spaziergängen, da geht es auch schon mal über Baumstämme. Beim Rad fahren und Reiten joggt Roxy nebenher, auch wenn sie den Pferden gegenüber Respekt zeigt.

Das Training ist auch nötig, um mit Bordercollies, Australian Shepards und Papillons beim Agility mithalten zu können. Diese Rassen sind extrem schnell in der Bewegung und auch im Lernen. „In erster Linie hat der Mensch Spaß an unserem Turnier. Aber die Hunde haben Freude daran, vom Menschen geführt zu werden“, sagt Tina Rickmeyer, Inhaberin der Hundeschule „CleverDog“. „Der Hund arbeitet gern mit, sogar supergern, weil er danach eine Motivation bekommt, eine Streicheleinheit, ein Lob oder junge Hunden ein Leckerli“, so die Hundetrainerin weiter.

Den Parcours erarbeiten Mensch und Tier gemeinsam. „Es geht um das Gemeinsame: Ich zeige Dir, wo es langgeht und Du hüpfst über die Hindernisse. Das ist so eine Art Beziehungsarbeit. Einen natürlichen Trieb, über Hindernisse zu springen, haben Hunde eigentlich nicht“, meint Rickmeyer. Daran scheint sich zwischenzeitlich die quirlige Terrier-Mix-Dame Flocke zu erinnern. Gut gestartet, bricht sie ihren Hindernislauf vor dem zweiten Tunnel abrupt ab und hält ihre Nase in den Wind Richtung Zaun. Wittert Flocke etwa den Geruch der auf dem Grill brutzelnden Bratwürstchen? „Nein, meine Mutter saß hinterm Zaun. Dadurch wurde sie abgelenkt“, erklärt Hundeführer Eric Bullmann später das kleine Missgeschick. „Zu 85 Prozent ist der Mensch der Unsicherheitsfaktor, wenn es mal nicht klappt. Aufregung, Unsicherheit oder Nervosität. Das merkt der Hund ganz schnell. Die Körpersprache ist dann eine ganz andere“, nennt die Hundeschulinhaberin eine häufige Fehlerquelle beim Vorstellen der Vierbeiner. Für Roxy zahlte sich das regelmäßige Training aus. Sie schaffte es auf das Siegerpodest und wurde hinter Britta Ahlswedes Aiden und Martina Utenwiehes Luna in ihrer Klasse Dritte. Den Siegerpokal der Hundschulen sicherte sich „Hunde-König“ vor den Gastgebern und der „Seminarschule Weserbergland“.

3 Bilder
Gehorsam: Alaskan Malamute Shawnee.

Mal gucken, wo es weitergeht: Krohmforländer Eddy blickt neugierig in die Welt.

Fotos: fn



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