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Fundsachenversteigerung der Verwaltung lockt viele Interessenten in die Grundschule Südstadt

Von Schnäppchenjägern und Ladenhütern

Hameln. Kritisch beäugt der 14-jährige Fritz die in der Pausenhalle der Grundschule Südstadt aufgereihten Fahrräder. Penibel macht sich der Schiller-Schüler Notizen. „26-Zoll und Trecking-Rad – mein Limit sind 80 Euro“, sagt er und hofft auf ein Schnäppchen.

veröffentlicht am 31.03.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 17:21 Uhr

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Autor:

Ernst August Wolf
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Rund 140 Räder kommen an diesem Morgen unter den Hammer von Stadtamtsfrau Ines Manzau. Sie und ihr fünfköpfiges Helferinnenteam lassen es erst mal gemächlich angehen. Handys und Uhren werden versteigert. Ein Damentrio um Anna aus Hessisch Oldendorf in der ersten Reihe hat mächtig viel Spaß. „Die blaue Tchibo Digital für zwei Euro, die ist der Burner“, freut sich die 27-jährige. „Schöne Farbe wenigstens“, lästert jemand, und auch die Bemerkung, dass selbst eine kaputte Uhr zweimal am Tag die richtige Zeit anzeigt, ignoriert die Schnäppchenjägerin.

Auf Funktionsfähigkeit seien die vielen Dinge, die sich im Fundbüro da im Laufe des Jahres angesammelt hätten, nicht überprüft worden, betont Ines Manzau. „Können wir gar nicht – gekauft wie besehen“, sagt sie.

Mitunter entbrennt eine heiße Bieterschlacht wie um das IPhone 4S, dass Ibrahim Khoder ersteigert. Viele Teile aber müssen vom Auktionsteam mühsam angepriesen werden. Während der achtjährige Bastian stolz eine Plastikarmbanduhr von seinem Vater ersteigert bekommt, wartet die Menge auf die Fahrradversteigerung.

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Bei der kommt dann endlich mehr Leben in die Bieterschar. Auf rund 4000 Euro schätzt Ines Manzau die durchschnittlichen Einnahmen der vergangenen, jährlich stattfindenden Auktionen: „Dieses Jahr aber ist das Fundsachenaufkommen eher durchschnittlich.“

Mitunter jedoch gelingen trotzdem Schnäppchen. Ein älterer Herr etwa ersteigert eine knallrote Bohrmaschine samt Koffer. „Die läuft, haben wir eben noch probiert“, versichert Manzau.

Zufrieden packt der Mann seine Eroberung ein. Anna hat mittlerweile herausgefunden, dass die Uhr weder eine echte Tchibo noch eine Armani ist: „Amrini steht da drauf – kenn´ ich nicht.“ Aber allein den Spaß an der Ersteigerung waren die investierten zwei Euro allemal wert.

Zu Beginn der Versteigerung hatten die Schnäppchenjäger Gelegenheit, die Fundsachen in Augenschein zu nehmen. Rund 140 Räder (Foto unten re.) kamen unter den Hammer. Anna (unten li.) erstand eine Uhr für zwei Euro.eaw

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