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Bürgerforum zum Thema „mobile Stadt für alle“

Von Radwegen, Ampeln und Stadtreinigung

HAMELN. Das Konzept ist neu – und offenbar ein Erfolg. „Nicht nur meckern, sondern die Bürger sollen sich konkret und ganz direkt einbringen“, umreißt es der Erste Stadtrat Hermann Aden. Zusammen mit Oberbürgermeister Claudio Griese und Fachbereichsleiter Ralf Wilde und seinen Mitarbeitern begrüßte Aden gut 50 Hamelner. Thema der Veranstaltung in der Aula des Albert-Einstein-Gymnasiums: „Hameln – eine mobile Stadt für alle Verkehrsteilnehmenden“ – „Wohnumfeldverbesserung“ lautete ein sperriges Schlagwort.

veröffentlicht am 03.06.2016 um 17:24 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:54 Uhr

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Autor:

Ernst August Wolf
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Aufbauend auf einem bereits vorhandenen Verkehrsmodernisierungskonzept der Stadt steht bei den Planungen vor allem die Verkehrsberuhigung im Mittelpunkt. „Wir brauchen dazu dringend die Südumgehung als Grundlage, und wollen die Hauptverkehrsadern durch Verlagerung des Durchgangsverkehrs hin zum Ziel- und Quellverkehr entlasten“, sagte Griese. „Dazu suchen wir den Dialog mit den Bürgern.“

Unterstützt durch den Verkehrsplaner Edzard Hildebrandt und den Mitarbeitern der Planungsgemeinschaft Dargel Hildebrandt aus Hannover, konnten die Bürger an vier „Themeninseln“ ihre Kritik und Anregungen einbringen: „Straße als Wohnumfeld“, „Barrierefreiheit im Straßenraum“, „Straßen und Plätze“ und „Wohnumfeld – was gehört für Sie dazu?“, so die Leitthemen.

Angestoßen durch ein Impulsreferat von Hildebrandt entwickelte sich in den einzelnen Gruppen dann eine sachliche, gleichwohl mitunter lebhafte und letztlich konstruktive Diskussion. Rasch füllten sich die großen Flipcharts mit roten und grünen Anregungen: Vom Thema Lärm über die Stadtreinigung, Problemen in den 30er-Zonen, zu kurzen Ampelphasen, Ärgernissen mit dem ruhenden Verkehr, mit Radfahrwegen oder Kommunikationsproblemen mit der Stadtverwaltung reichte das Spektrum der Einzelthemen.

„Das gibt es viele Baustellen, viele kleine Ärgernisse, viele planerische Gedankenlosigkeiten. Hameln ist auch in der Fußgängerzone keinesfalls eine barrierefreie Stadt“, sagte Rollstuhlfahrer Gotthard Feist von Beirat für Menschen mit Behinderungen im Landkreis. Die Vertreter der ADFC brachten sich ebenso konstruktiv ein wie Anwohner der Fahlte oder anderer Straßen. Vor allem das Gespräch unter den Bürgern erwies sich als sehr nutzbringend, da ähnliche Probleme mitunter aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet werden konnten. „Toll, dass die Spitze der Stadt und der Verwaltung hier mal direkt gefragt werden können“, kommentierte eine betagte Teilnehmerin die Veranstaltung.

Am Ende der knapp dreistündigen Veranstaltung gab es eine enorme Vielzahl von Kritik und Anregungen, die nun von der Stadt sortiert, bearbeitet und veröffentlich werden sollen. „Das werden wir gründlich auswerten und abarbeiten“, versprach Aden. Am Ende dann ein großes Lob und Applaus aller Teilnehmer. „Absolut modellhaft, so was wünschen wir uns mehr“, formulierte etwa Ralf Hermes und fand breite Zustimmung. Und auch Griese zeigte sich insgesamt zufrieden: „Statt Facebook-Meckerei aktive Mitarbeit der Bürger. Hoffentlich beim nächsten Mal mit noch mehr Teilnehmern.“



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