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Was in dieser Woche – abseits der Wahlen – sonst noch Schlagzeilen machte

Von organisierten und anderen Präsenten

Auch dieses Mal nahm der heimische Ausnahmekünstler Jörg Düsterwald wieder an dem alljährlich stattfindenden großen internationalen Bodypainting-Event „MASKERADE“ in den Niederlanden teil. Nur war er dieses Jahr nicht als aktiver Künstler unterwegs, sondern einmal auf der anderen Seite: Der Veranstalter und langjährige Künstlerfreund Bert Verstappen hatte ihn eingeladen, in der Jury die Werke der zum Teil von weither angereisten internationalen Kolleginnen und Kollegen zu begutachten und zu bewerten. „Ich fühle mich geehrt, dass meine Kenntnisse und Erfahrung solche Anerkennung findet, und meine Meinung auf einem so großen Event gefragt war“, kommentiert der Holtenser erfreut die Einladung. Die fünfköpfige Jury mit Teilnehmern aus Österreich, den USA und den Niederlanden hatten es nicht leicht, nach vorher definierten Kriterien die in mehrstündiger Arbeit entstandenen Kunstwerke zum diesjährigen Thema „Theater, Glamour und Glitzer“ zu beurteilen. Themenumsetzung, Style, Gesamteindruck und Qualität mussten in kurzer Zeit bei den Kategorien Facepaint, Pinsel, Airbrush, Special Effects und Blacklight von insgesamt über 40 Teilnehmern berücksichtigt werden. Erschwerend kam das neue, aber gut funktionierende Veranstaltungskonzept hinzu, bei dem die Künstlerteams in Paten-Geschäften der Innenstadt live agierten und somit dem Publikum noch näherkamen. Im Rahmen einer fulminanten Bühnenshow im ausverkauften Theater wurden abschließend die Sieger gekürt und die auf hohem Niveau dargebotene Körperkunst vom Publikum begeistert gefeiert. Der Holtenser Künstler war positiv überrascht, dass er trotz seines ganz individuellen Verständnisses der Körperkunst und manch konträrer Ansichten mit den anderen Juroren doch annähernd auf einer Line war.

veröffentlicht am 21.09.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 02:41 Uhr

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Mit der Aktion 1000 Trikots für Niedersachsen startete Antenne Niedersachsen im September eine Aktion zugunsten niedersächsischer Vereine jeglicher Art. Ob Fußball, Hockey oder Schach – jeder durfte sich dem Klickduell stellen. Inzwischen haben die Niedersachsen ihr Votum abgegeben , und die Gewinner dürfen sich über einen nagelneuen Trikotsatz für ihr Team freuen. Zuvor aber durfte sich jeder Verein vorstellen und seine Geschichte präsentieren, wobei täglich zwei Vereine gegeneinander antraten und die Hörer abstimmen sollten. Hintergrund der Aktion: Viele Menschen in Niedersachsen setzen sich ehrenamtlich ein und sind mit viel Herz und Leidenschaft dabei, um ihren Verein zu unterstützen und zu fördern. Doch viele Vereine im Land haben nicht immer die finanziellen Möglichkeiten, um sich neue Trikotsätze zu leisten. Mit mehr als 28 000 Klicks – das entspricht 50,5 Prozent der Stimmen, hat sich bei diesem Wettstreit übrigens der TSV Klein Berkel durchgesetzt, und zwar gegen den Heidjer SV.

Nicht im Dirndl, dafür in karierter Bluse schaute Gabriele Lösekrug-Möller bei der Oktoberfestwoche in der DRK-Tagespflege in Hessisch Oldendorf vorbei. Ein Tagesgast hatte den Vorschlag gemacht, nach Dirndl-Modenschau und bayrischem Jahrmarkt mal einen Promi einzuladen und Kontakt zur heimischen Bundestagsabgeordneten der SPD aufgenommen, die auch sofort ihren Besuch zusagte. Nicht ahnend, dass Weißwürste auf dem Speiseplan standen, überreichte „Lö-Mö“ als Mitbringsel für die Einrichtung verschiedene Sorten Senf mit den Worten: „Die Politik gibt eben immer ihren Senf dazu.“ Sprach’s, setzte sich in den Kreis der 18 Tagesgäste und diskutierte angeregt über so aktuelle Themen wie die Schiffbarkeit der Weser als Bundeswasserstraße.

Sparsam, wie er ist, hat sich Gerd Paschwitz hingegen die Blumen selbst organisiert, die er als Mitbringsel für die Feier anlässlich eines runden Geburtstages überreichen wollte. Vor dem entsprechenden Empfang hatte der CDU-Ratsherr am vergangenen Samstag nämlich schnell auch noch mal am Wahlstand der FDP vorbeigeschaut. Und bei dieser Gelegenheit kurzerhand gelbe Rosen mitgenommen, wie die Liberalen sie eigentlich als Give-away an Passanten verteilen wollten. Zur Ehrenrettung des Politikers sei aber am Rande vermerkt, dass er natürlich auch noch eigene Geschenke mitbrachte, darunter den unvermeidlichen Fußball.

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Und sparsam sind offenbar auch die heimischen Sozialdemokraten: Da wollte Hermann Schmidtchen, Landratskandidat der Unabhängigen, fristgerecht auch im Wangelister Feld ein Plakat wieder demontieren, nachdem die Wahl am letzten Sonntag gelaufen war. Doch was war passiert? Keines war mehr da. Bei näherem Hinsehen ergab sich, dass offenbar ein eifriger Wahlhelfer von Tjark Bartels, dem Mitbewerber der SPD, auf Schmidtchens Ständer für die am 6. Oktober anstehende Stichwahl plakatiert hatte. „Um keine Missverständnisse reifen zu lassen: Die Unabhängigen geben an ihre Wähler, Mitglieder, Helfer und Sympathisanten keinerlei Wahlempfehlung ab, auch nicht in der dargestellten Form“, kommentiert der das Vorgehen. Aber: „Von Kostensparen versteht die SPD offensichtlich etwas.“ In diesem Sinne: schönes Wochenende!

Von Jörg Düsterwald mitbewertet: Black-light-Bühnenperformance vom Künstlerteam Gesine Marwedel.

Oliver Schmidt

Gibt ihren Senf dazu: MdB Gabriele Lösekrug-Möller in der DRK-Tagespflege in Hessisch Oldendorf.ah

Überklebt: Hermann Schmidtchen „unterliegt“ Tjark Bartels – hier einmal ganz wörtlich genommen.



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