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Bibliotheksgesellschaft macht „Struensee-Affäre“ zum Thema

Von Liebe, Rache und Intrigen

HAMELN. Es ist ein Stoff für Romane und Filme. Und in der Tat wurde die „Struensee-Affäre“ mehrfach verarbeitet. Nun nimmt sich die Bibliotheksgesellschaft Hameln dieses Themas an und präsentiert gleich drei Veranstaltungen: eine Dialog-Lesung, einen Ausflug nach Celle und die Aufführung eines Kinofilms in der Sumpfblume.

veröffentlicht am 28.08.2017 um 19:09 Uhr

Schillernde Figur: der dänische Arzt Johann Friedrich Struensee. Foto: Residenzmuseum Celle
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Stets steht die Struensee-Affäre im Mittelpunkt, der Aufstieg und Fall eines bürgerlichen Arztes im dänischen Königshaus.

Das Kino hatte den historischen Stoff bereits in den 50er Jahren mit der Verfilmung „Herrscher ohne Krone“ und neu als „Die Königin und der Leibarzt“ entdeckt. Um so verwunderlicher, dass es kaum eine Bühnenvorlage gibt. Dabei kann es kaum etwas Dramatischeres geben: Ein junger Armenarzt aus Halle macht in Altona (damals dänisch) von sich reden, weil er auf eigene Kosten Impfungen durchführt, Hygiene-Maßnahmen durchsetzt, ein Hospital für Mittellose ins Leben ruft und Geisteskranke mit neuen Methoden erfolgreich behandelt. Der dänische Hof wird auf ihn aufmerksam, da der junge König auch Anzeichen einer Nervenerkrankung zeigt. Er reist mit dem Monarchen ein Jahr durch Europa, wird Vertrauter des Geistesschwachen und bemächtigt sich seiner, um an die Macht zu kommen. Er schränkt die Rechte des Adels ein, verbessert die Lebensumstände des Volkes, schafft Folter und Zensur ab, bringt Dänemarks Staatsfinanzen auf Vordermann, macht 20 Jahre vor der französischen Revolution Dänemark in nur zwei Jahren zum modernsten Staat Europas, nimmt sich der völlig vereinsamten, jungen Königin an und zeugt ein Kind mit ihr.

Doch der Adel schlägt zurück; Struensee wird Opfer einer Intrige und nach einem Schauprozess grausam hingerichtet, die Königin am liebsten gleich mit, aber ihr Bruder (König Georg III. von England) rüstet schon empört seine Flotte, und so findet die einstige Königin von Dänemark und Norwegen als des Landes Verwiesene eine neue Bleibe in Celle, wo sie als geliebte Herrscherin nach nur knapp drei Jahren an Scharlach verstirbt.

  • Die Dialog-Lesung findet am 20. September um 19 Uhr in der Pfortmühle statt. Eine Fahrt nach Celle mit Besuch der Dauerausstellung zu Caroline Mathillde von Dänemark wird am 23. September angeboten (Anmeldung unter: cellefahrt@gmx.de) und am 24., 25. und 26. September zeigt die Sumpfblume jeweils um 20 Uhr den Film „Die Königin und der Leibarzt“.red


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