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Claudia Köhler und Christine Kundolf-Köhler stellen Arbeitsschwerpunkte vor

Von geborgenen und verborgenen Schätzen im Hamelner Museum

Hameln (kar). Hinter den Kulissen des Museums arbeiten sie schon seit Wochen unter Hochdruck: Claudia Höflich und Christine Kundolf-Köhler. Das Sammeln, Bewahren und Forschen und die Vermittlung dieses Wissens gehören zu den Kernaufgaben der beiden 35-Jährigen, die sich den MuseumspädagogenJob teilen. Claudia Höflich setzt als Historikerin und Kulturmanagerin ihren Schwerpunkt in der Wissenschaft. Christine Kundolf-Köhler, die in Hildesheim Kulturwissenschaften studierte und dort als Museumspädagogin unter anderem am renommierten Roemer-und-Pelizaeus-Museum tätig war, arbeitet gern „zielgruppenorientiert“, wie sie sagt. „Wir ergänzen uns perfekt“, sind sich beide sicher.

veröffentlicht am 15.11.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 04:41 Uhr

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Und so haben sie auch schon die erste Sonderausstellung geplant: Unter dem Motto „Geborgene Schätze“ wollen sie ab 2. Dezember neugierig machen auf Dinge, die von Hamelnern an das Museum gegeben wurden, aber auch auf Fundstücke, die bei archäologischen Grabungen während der Schließung des Museums zutage kamen.

Schätze – das ist ein Thema, das Jung und Alt gleichermaßen fasziniert. Und so bilden sie nach Meinung der Museumspädagoginnen denn auch einen guten Einstieg, „um den Fokus der Zielgruppen noch weiter zu fassen als bisher“. Vor allem die Familien- und Kinderfreundlichkeit sehen die beiden Frauen als noch ausbaufähig an. Und so sind als Rahmenprogramm für die „Geborgenen Schätze“ unter anderem Vorlese- und Bastelstunden sowie Taschenlampenführungen geplant. Sonderausstellungen seien mit ihren Themenschwerpunkten nicht nur das ideale Forum, um den Fokus auf neue Aspekte zu lenken und so immer wieder aus dem reich bestückten Museumsdepot zu schöpfen, sondern auch von nicht zu unterschätzender Bedeutung, wenn es darum geht, das Interesse der Einheimischen am Museum lebendig zu halten, finden Höflich und Kundolf-Köhler. Drei Sonderausstellungen pro Jahr halten die beiden für realistisch, sobald die Stelle der Museumsleitung neu besetzt ist.

Diese Stelle ist ausgeschrieben: „Und wir hatten mit über 100 Bewerbungen auch eine kräftige Resonanz“, sagt Stadtsprecher Thomas Wahmes: 98 Prozent der Bewerber seien qualifiziert. Man hoffe seitens der Stadt, die Stelle Anfang nächsten Jahres wieder besetzen zu können. Bis dahin werden die beiden Museumspädagoginnen statt teilzeitorientiert wohl weiter unter Volldampf arbeiten und dabei nicht auf die Uhr schauen: „Aber es ist ja ein absehbarer Zeitraum“, meint Claudia Höflich, die sich – ebenso wie ihre Kollegin – als junge Mutter nebenbei um ihre Familie kümmert.

So effektiv wie möglich wollen beide Frauen bestehende kulturelle Netzwerke nutzen und die Zusammenarbeit mit Vereinen und Institutionen noch ausbauen. Das gilt nicht zuletzt für das Grimm-Jubiläum, das im kommenden Jahr im Museum eine wichtige Rolle spielen wird: „Dabei werden wir den Rattenfänger in den Brennpunkt rücken“, sagen Höflich und Kundolf-Köhler. Zwar denken die meisten bei den Märchen-Brüdern zunächst eher an „Froschkönig“, „Hänsel und Gretel“, „Dornröschen“ oder „Schneeweißchen und Rosenrot“ – aber auch Hamelns sagenhafter Rattenfänger sei „Teil der Grimmschen Arbeit und natürlich unser Anknüpfungspunkt“, so Claudia Köhler: Dieses Alleinstellungsmerkmal gelte es im Grimm-Jahr herauszuarbeiten. Auch in diesem Fall können die beiden Museumspädagoginnen vermutlich aus dem Vollen schöpfen, liegen doch vier Fünftel der Schätze, die das Museum zu bieten hat, im Verborgenen – für die Öffentlichkeit nicht zugänglich im Depot in Afferde.

Platz genommen auf historischen Möbeln im Museum: Die beiden Museumspädagoginnen Claudia Höflich (li.) und Christine Kundolf-Köhler haben gestern die Schwerpunkte ihrer künftigen Arbeit vorgestellt. Die beiden 35-Jährigen teilen sich den Job.

Foto: kar



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