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Benjamin Krämer und Ellada Azoidou wollen nun von Süden nach Norden durch Amerika reisen

Von der Pampa bis ins Eis

HAMELN. Asien haben Benjamin Krämer und seine Freundin Ellada Azoidou schon erkundet – mit dem Motorrad. In Australien waren sie ebenfalls schon unterwegs (wir berichteten). Die nächste lange Tour des Paares soll nun von Süden nach Norden über den amerikanischen Kontinent führen.

veröffentlicht am 28.12.2017 um 17:13 Uhr

Benjamin Krämer und Ellada Azoidou sind schon quer durch Asien und Australien gefahren. Unterwegs waren sie mit dem Motorrad, Auto und Fahrrad. Für ihr Amerika-Reise können sie sich auch eine Etappe mit dem Pferd vorstellen. Foto: PR
Jens Spickermann

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Die Gegenstände, die Krämer und Azoidou noch besitzen, passen in wenige Koffer. Zurzeit wohnen sie zur Zwischenmiete in einer möblierten Wohnung und freuen sich auf ihre nächste Reise: Schon am ersten Februar wollen sie ihre restlichen Habseligkeiten ins Flugzeug packen und Deutschland auf Dauer hinter sich lassen. Bevor sie ihre etwa dreijährige Tour durch Amerika beginnen, wollen sie nach Zypern auswandern, um dort nach der Tour dauerhaft zu leben.

„Ich wollte schon immer dort wohnen, wo es sonnig ist“, sagt Krämer. „In Deutschland arbeiten wir nur und haben keine Freizeit.“ Die Feuchtigkeit in Südasien sei nicht sein Ding, das mediterrane Klima in Südeuropa aber schon. Weil Azoidou außerdem in Zypern Verwandte habe und die Preise und Steuern dort niedrig seien, haben sie die Insel zu ihrer neuen Heimat auserkoren.

Besonders viel vorgeplant haben die beiden für den Umzug nach Zypern und die Amerika-Reise nicht – sie wollen einfach alles auf sich zukommen lassen. Zu viel Planung bringt nichts, meint Krämer. In Asien sei es zwar nötig gewesen, vorab die Visa für die verschiedenen Reiseländer zu beantragen, in Amerika verlange das – abgesehen von den USA – keiner der Staaten.

Bücher wie dieses schreibt Benjamin Krämer auf seinen Reisen. Es geht darin um eine außerirdische Kolonie. Foto: pr
  • Bücher wie dieses schreibt Benjamin Krämer auf seinen Reisen. Es geht darin um eine außerirdische Kolonie. Foto: pr

Von Argentinien aus will das Paar losziehen und möglichst alle amerikanischen Festland-Staaten besuchen. Nur Venezuela wahrscheinlich nicht – weil sich das Land in einer politischen und wirtschaftlichen Krise befindet. Womit sie die tausende Kilometer zurücklegen wollen, wissen sie noch nicht genau. Anstelle des Motorrads würde Krämer dieses Mal lieber mit einem Auto fahren – vielleicht einem Geländewagen mit Dachzelt. In Argentinien können sie sich auch eine Etappe mit dem Pferd vorstellen.

Am meisten freut sich Krämer auf die USA. Das klinge erst einmal ein bisschen langweilig, meint er. Aber die USA hätten landschaftlich extrem viel zu bieten und die Leute dort seien nett und unkompliziert.

Benjamin Krämer hat das Glück, dass ihm gelungen ist, wovon viele träumen: Insgesamt neun Bücher (eines als Co-Autor) hat er geschrieben und veröffentlicht, die sich sehr schnell ziemlich gut – mehr als 12 000 Mal – verkauft haben. Inzwischen stelle er unter dem Künstlernamen Joshua Tree jeden Monat ungefähr ein 200-seitiges Werk fertig. Als Autor könne er überall auf der Welt vom Schreiben leben, sagt Krämer. Deswegen müsse er auch als Langzeitreisender nicht ohne Einkommen leben. „Die Reisen haben mich so inspiriert, dass ich kreativer wurde als zu Hause“, sagt er. Inhaltlich würden die Eindrücke der Reisen aber nicht in die Romane einfließen. Mit den Ländern und Landschaften der Erde haben seine Geschichten auch nichts zu tun: So handelt seine Serie „Behemoth 2333“ von einer Kolonie in einem fernen Sternensystem im Jahr 2333. Verschiedene Entwicklungen, Theorien und Erkenntnisse der Wissenschaft greift der junge Autor aber gerne auf. „Ich versuche, auch auf die Physik zu achten“, erzählt er. Alles was in den Geschichten passiert, solle zumindest in der Theorie physikalisch möglich sein. Märchenhafte Elemente – wie etwa in der Star- Wars-Reihe – versuche er zu vermeiden.



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