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„Findet Nemo“ machte den Clownfisch zum Trendtier / In „Bolt“ kommt jetzt ein Hamster groß raus

Von der Leinwand ins Laufrad – gibt’s das oft?

Hameln (sim/sap). Vor einigen Jahren war ein Fisch der Star in „Findet Nemo“. Jetzt läuft in Hameln der Kinofilm „Bolt – Ein Hund für alle Fälle“, und diesmal ist es ein Goldhamster, der alle verzückt: Der kleine Dino begleitet den Hund Bolt auf der Suche nach seinem entführten Frauchen. Solche tierischen Helden sind besonders bei Kindern schnell Superstars. Unter den Erziehungsberechtigten sind die Meinungen gespalten. Die einen finden die bunten Kerlchen schlicht „süß“, andere sehen und erleben schnell auch die negativen Aspekte solcher tierischen Helden. Denn schnell träumt der Nachwuchs nach einem spannenden Kinonachmittag mit „Nemo“ oder „Dino“ davon, das auf der Leinwand bestaunte Zeichentricktierchen als lebendigen Spielkameraden ins Haus zu holen. Aber stimmt es wirklich, dass deshalb nach „101 Dalmatiner“, „Findet Nemo“ oder jetzt „Bolt“ scharenweise unüberlegt angeschaffte Haustiere über den Ladentisch gehen?

veröffentlicht am 16.02.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 11:41 Uhr

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Heidi Ballermann, Leiterin des Hamelner Tierheims stellt klar: „Eines sollte man bedenken, bevor man sich zum Kauf entschließt: Tiere kosten Zeit und Geld, wollen ständig beschäftigt und können auch nicht tagelang allein gelassen werden. Wenn man beschließt, ein Tier anzuschaffen, sollte man sich darüber informieren, ob man es zurückgeben kann, falls es Probleme gibt.“ Ballermann hat beobachtet, dass Familien mit kleinen Kindern durchaus für die tierischen Kinohelden empfänglich sind.

Kai-Uwe Volta, angestellt in der Tierhandlung Adamczik, erklärt, die Nachfrage nach Goldhamstern sei generell schon hoch, seit dem Film „Bolt“ aber noch leicht angestiegen. Clownfische seien zu „Nemo“-Zeiten sogar sehr gefragt gewesen. Das berichtet auch Hella Beeke, stellvertretende Filialleiterin von Fressnapf: „Die Kinder kommen rein und wollen einen ‚Nemo‘ haben.“ Von einem Verkaufsanstieg bei Goldhamstern habe sie bisher aber nichts mitbekommen, genau wie Wiethold Kaduschkewitz, Inhaber einer Tierhandlung. Bei ihm erkundigen sich die Hamelner auch eher selten nach „Nemos“. „Es geht nicht gleich jeder los und kauft sich einen Clownfisch. Die Anschaffungskosten betragen nämlich rund 500 Euro“, bestätigt Dieter Ting, Besitzer der gleichnamigen Zoohandlung.

Dass der Verkauf von Goldhamstern noch nicht spürbar gestiegen ist, hat in den Augen der Händler allerdings einen ganz simplen Grund: „Bolt“ läuft erst seit kurzem in den Kinos. Spätestens, wenn die DVD die Wohnzimmer erreicht hat, könnte der kleine Nager also – wie einst der Clownfisch – schnell zum Modetier werden.

Tiere als Filmstars – manches Kind möchte anschließend selbst so einen kleinen Liebling haben.

Montage: Wal



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