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Organisatoren des Stadtgalerie-Laufs fordern mehr finanzielle Unterstützung der Stadt

Von den Kosten überrannt?

Hameln. Auch in diesem Jahr veranstaltet der ESV Eintracht Hameln den Stadtgalerie-Lauf. Und wieder wird der Verein danach eine Rechnung des Betriebshofes erhalten. Manfred Scholz, Vorsitzender des Vereins fordert nun, dass „die Kosten erlassen werden“. Immerhin leiste man einen hohen ehreamtlichen Beitrag.

veröffentlicht am 17.02.2016 um 11:23 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 19:21 Uhr

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Autor:

Svenja-A. Möller
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Hameln. Rund 640 Läufer beteiligten sich im letzten Jahr am Stadtgalerie-Lauf, im Jugendbereich zeigte sich laut dem Veranstalter – dem ESV Eintracht Hameln – ein enormer Teilnehmerzuwachs und die Organisatoren erklärten sich nach der Veranstaltung sehr zufrieden.

„Es war eigentlich alles gut [...], bis dann die Rechnung vom Betriebshof kam“, sagt Manfred Scholz, Vorsitzender des Eintracht Hameln. „Wir waren fürchterlich erschrocken, dass es schon wieder teurer geworden ist.“ Denn die Absperrmaßnahmen, die für den Lauf nötig sind, muss der Verein zu 50 Prozent selber tragen, die anderen 50 Prozent übernimmt die Stadt, da es sich um eine Sportveranstaltung mit überregionaler Bedeutung handelt. „Für die Leistungen des Betriebshofes mussten wir in 2015 842,68 Euro zahlen“, so Scholz.

Für die ehrenamtliche Leistung eines Vereins zu viel findet der Vereinsvorsitzende. „Die Kosten sind in den letzten Jahren immer weiter gestiegen. Der Aufwand ist wesentlich höher geworden“, so Scholz. 2011 hätte der Verein noch 141,93 Euro, 2012 474,21 Euro, 2013 484,53 Euro, 2014 dann sogar 727,66 Euro und 2015 nun 842,68 Euro zahlen müssen.

Der Betriebshof übernimmt laut Scholz nur die Anlieferung und Abholung des Materials. „Das Auf- und Abladen sowie die Aufstellung übernehmen die Mitglieder des ESV“, erklärt Scholz. Dass die Arbeit rund um den Stadtgalerie-Lauf ehrenamtlich geleistet wird, die Stadt durch den Betriebshof aber letztendlich eine Rechnung stellt, kann Scholz nicht recht verstehen. „Wir leisten einen hohen ehrenamtlichen Beitrag für die Stadt, ohne dass eine wirkliche Gegenleistung von der Stadt kommt“, sagt Scholz. „Daher möchten wir, dass uns die Kosten des Betriebshofes erlassen werden“, fordert Scholz. Einen entsprechenden Antrag habe er bereits an die Ratsmitglieder gesendet. Auch Bürgermeister Griese habe ein eigenes Exemplar erhalten.

Auf Hinweis der Gruppe CDU/Grüne wird die Verwaltung sich nun im Ausschuss für Kindertagesstätten, Schulen und Sport am 25. Februar damit beschäftigen, ob der Lauf im Rahmen des Aktionsprogramms „Hameln in Bewegung“ gefördert werden könnte.

Derzeit sieht es jedoch nicht so aus, dass Scholz und sein Team mit einem Kostenerlass rechnen können. Zwar müssen nach dem ersten Ausschuss auch der Verwaltungsausschuss und der Hamelner Rat über den Antrag der Gruppe CDU/Grüne entscheiden, doch gibt schon die Mitteilungsvorlage einen einschlägigen Weg voraus. „Die Kosten für die Absperrmaßnahmen im Rahmen der Veranstaltung Stadtgalerie-Lauf könnten nicht aus dem Aktionsprogramm Hameln in Bewegung bestritten werden, da die Förderkriterien nicht erfüllt wären“, so die Erklärung innerhalb der Vorlage. Um eine Förderung zu erhalten, muss ein Projekt bewegungspädagogisch orientiert sein, in Kooperation mit Hamelner Bildungseinrichtungen geplant und durchgeführt werden und sich auf die Bürger der Stadt beschränken. Der Stadtgalerie-Lauf würde keines dieser Kriterien vollkommen erfüllen.

In der Mitteilungsvorlage ist allerdings auch die Empfehlung vermerkt, dass der Organisator die Kosten durch mehr Eigenleistung senken könnte. „Wenn der städtische Betriebshof beispielsweise lediglich alle Absperrmaterialien zur Verfügung stellt, Abholung, Aufbau, Abbau und Zurückbringen jedoch vom Organisator selbst geleistet werden, würden die Kosten für Absperrmaßnahmen zukünftig nur rund 815,45 Euro betragen. Auch von dieser Summe müsste der Organisator nur 50 Prozent selbst tragen.“

Nicht unbedingt das, was Scholz fordert. Denn schon beim jetzigen Aufwand habe er Sorge, dass die Ehrenamtlichen sich „zurückziehen“, wenn ihre Arbeit nicht entsprechend gewürdigt werde.

Der Stadtgalerie-Lauf wird in diesem Jahr am 9. April stattfinden und wieder durch die Innenstadt führen – in diesem Jahr allerdings entgegen der gewohnten Richtung. Foto: Dana



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