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Angela Merkel kommt zum Landesparteitag der CDU / Herausforderung für das Organisationsteam

Vom Reichstag in die Rattenfänger-Halle

Hameln (bha). Die kostenlosen Bändchen, die von Hannover aus an die CDU-Geschäftsstelle an der Neuen Marktstraße geliefert wurden, sind restlos vergriffen: 500 Stück, inklusive einer Nachbestellung, gingen an Parteimitglieder und Freunde – alle wollen in der kommenden Woche Angela Merkel live erleben. Am Freitag, 19. Aufgust, ist die Bundeskanzlerin zu Gast auf dem Landesparteitag der Christdemokraten in der Rattenfänger-Halle. Ein Besuch, der die Organisatoren weit im Vorfeld beschäftigt.

veröffentlicht am 09.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 06:21 Uhr

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Allzu viel Übung in der Betreuung eines Kanzlers kann Hameln nicht haben – gerade einmal zwei Einträge gibt das Goldene Buch der Stadt preis: Willy Brandt (1970) und Helmut Kohl (1986). Eines hatten ihre Besuche gemeinsam, und so gesehen, kommt Angela Merkel zu spät: Sie waren beide am 10. Juni in Hameln. Ob Merkels Kalender ebenfalls Platz hat für den Eintrag ins Goldene Buch, ist unwahrscheinlich. „Das Zeitfenster ist sehr eng“, heißt es auf allen Seiten, wenn es um Interviewanfragen oder Grußworte im offiziellen Poesie-Album der Stadt geht.

Hubschrauber oder Auto, sofort wieder weg oder mit Luft für mehr – auch Christian Meyer kennt den exakten Ablauf noch nicht. Der Landesgeschäftsführer der CDU befasst sich seit eineinhalb Jahren mit der Organisation des Landesparteitages in Hameln. „Als feststand, wo er stattfindet, haben wir gleich bei Angela Merkel angefragt“, erzählt er, wie es zu der Stippvisite der Kanzlerin gekommen ist. Mit ihr sollen die heiße Phase des Kommunalwahlkampfes eingeleitet und die über 10 000 Wahlkämpfer in Niedersachsen für den Endspurt motiviert werden. Bis zum 11. September sind es dann noch drei Wochen. Eingeplant ist Merkels Rückenwind-Ansprache für 16.30 Uhr, eine Stunde lang.

Im Hintergrund arbeitet das Bundeskriminalamt zusammen mit dem Merkelschen Personenschutz und der Polizei vor Ort, um den hohen Besuch in Hameln vorzubereiten und Sicherheit zu gewährleisten. Nur, wer zuvor ein Einlassbändchen erhalten hat und offiziell zugelassen ist, darf am Freitag in die Rattenfänger-Halle. Auch die Mitarbeiter des Hallenmanagements der Hameln Marketing und Tourismus GmbH rund um Oliver Meinecke werden überprüft; „Bombenhunde gehen vorher durchs Haus“, sagt Meinecke über das in Hameln seltene Geschehen. „Eine größere Veranstaltung“ als diese hätten sie noch nicht gehabt, so der Leiter des Teams. Etwa 900 Menschen sind laut Meyer für die Sitzplätze auf der Tribüne zugelassen; rund 700 Abgeordnete werden in parlamentarischer Anordnung im Innenraum der Rattenfänger-Halle platziert. Tische und Stühle müssen auch aus dem Weserbergland-Zentrum hinzugeholt werden.

Tontechnik und Bühnenbild lässt die Landes-CDU von einem Hildesheimer Event-Unternehmen mitbringen. Das Gasthaus Mittendorf aus Buchhagen wird die Bewirtung des Parteitages übernehmen. Alle Räume der Rattenfänger-Halle werden in Beschlag genommen, schildert Meinecke das Szenario der bevorstehenden Woche; Merkel wird ihren eigenen Rückzugsort haben, der aber, so Meinecke, umgestaltet wird und nicht mehr die eigentümliche Optik der „Umkleiden“ offenbaren werde.

Dass der Parteitag und das deutsche Aushängeschild Merkel nach Hameln kommen, ist beste Werbung für die Stadt. Ein großes Medienaufgebot wird dafür sorgen, dass die Veranstaltungsorte „Hameln“ und „Rattenfänger-Halle Hameln“ x-mal über Sender und Zeitungen verbreitet werden, ist sich Meinecke sicher. „Wir standen in Konkurrenz zu Hannover“, erzählt er und ist froh, dass die Entscheidung für Hameln gefallen ist.

Zwei Tage vor der Veranstaltung wird mit dem Aufbau begonnen; am Donnerstag ist Generalprobe für alle. Die Hauptakteure – Angela Merkel, Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister und Bundesarbeitsministerin von Ursula von der Leyen kommen jedoch erst am Freitag.

Bundeskanzlerin und Bundesvorsitzende der CDU, Dr. Angela Merkel, soll die Wahlkämpfer in Niedersachsen noch einmal für den Endspurt motivieren.

Foto: dpa



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