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200 Kinder starten zur Ferienwanderung – und können selbst als Artist auftreten

Vom Märchenwald in den Zirkus

Hameln. Für Laura, Aenna, Mena, Lara und Judith (neun und zehn Jahre alt) steht fest: „Beim Zirkus kann man ganz viel Spaß haben und sich so schön bewegen.“ Deshalb sind sie zusammen mit rund 200 weiteren Kindern dabei bei der Ferienwanderung zum Finkenborn, wo neben dem Zirkusleben auch drei Wochen „Wald hautnah“ und in diesem Jahr besonders „Märchen erleben“ auf dem Programm steht.

veröffentlicht am 01.07.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 16:41 Uhr

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Autor:

Friedrich-Wilhelm Thies
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An der Klütschule ging es gestern Morgen mit großem Tamtam los: Denn die gut 200 Mädchen und Jungen wurden von der Trommelgruppe der Lebenshilfe hinaus in den Wald begleitet. Nach dem ersten Marsch am Finkenborn angekommen, teilten sich die Gruppen dann auf. Für die einen hieß es links herum zum Zirkus Baldoni und für die anderen rechts herum zum Jugendgästehaus. „Dort wollen wir den Kindern in den nächsten drei Wochen neben Abenteuer und Waldleben einiges in Sachen Märchen bieten“, erklärt Organisator Ralph Larisch. Zu Anfang der ersten Woche steht die Geschichte mit dem Hasen und dem Igel im Mittelpunkt. Am Donnerstag und Freitag soll es dann um die Sage mit dem „Wilden Peter“, dem Hamelner Wolfkind gehen, verrät Larisch. Er freut sich, dass der Museumsverein Hameln es möglich gemacht hat, dass die Erlebnispädagogin Iris Stumpe und Claus Lindener für die Umsetzung der Themen sorgen werden. Die Aktionen um den „Wilden Peter“ werden rund um den Klütturm stattfinden. Die Zisterne ist extra hergerichtet worden, damit dort gegessen werden kann.

In der zweiten Woche wiederum sollen die Kinder sich mit dem Märchen von Hänsel und Gretel beschäftigen. Waldpädagogin Heike Steuber-Weißensteiner wird dabei mit den Mädchen und Jungen auch über Ängste sprechen, wie sie entstehen, wovor man Angst hat und wie man sie überwinden kann. Ralph Larisch: „Wir werden aber auch einen Backofen hier oben haben und sicher etwas Leckeres darin entstehen lassen.“ Das Programm der dritten Woche ist noch geheim. „Aber wir haben auch dort viel Interessantes aus dem Bereich Spiel, Spaß, Sport und Bewegung zu bieten, wie zum Beispiel den Hüttenbau oder Spiele im Wald.“ Dazu gibt es ein leckeres Mittagsessen, viel Obst oder ein Müsli, das selbst hergestellt wird. Und nicht an jedem Tag muss man sich am Nachmittag auf den Rückweg zur Klütschule machen. „Wir bieten auch gruppenweise an, oben am Finkenborn gegen Abend zu grillen. Dann müssen die Kinder aber hier oben abgeholt werden.“ Zum Ende der drei Wochen findet am Donnerstag, 18. Juli, ab 16.30 Uhr, die Abschlussfete der Ferienwandung statt, mit Freiluft-Disco und leckeren, preiswerten Pfannengerichten.

In den nächsten zwei Wochen hat aber auch auf der anderen Straßenseite der Zirkus Baldoni mit seinen Chefs Harry Heilig und Andreas Frank seine Zelte aufgeschlagen. Zum siebten Mal im Rahmen der Feriencard und zum 15. Mal in Hameln. „Hier bieten wir Zirkusleben hautnah und wegen der großen Nachfrage diesmal sogar über zwei Wochen. Wobei es in der zweiten Woche noch einige freie Plätze gibt“, sagt Marlis Rißmann, die dort die Leitung innehat. Wieder mit dabei sind Laura, Aenna, Mena, Lara und Judith, die nicht nur gespannt auf die tollen Angebote wie Akrobatik, Jonglage, Clownerie, Seiltanz und vermutlich Tanz warten. Sie freuen sich auch darauf, mit Nikita von der Zirkusfamilie Baldoni eine gute Freundin vom vergangenen Jahr wiederzusehen. Laura und Judith haben sogar schon eine Akrobatik-Figur eingeübt, den Gürtel. „Den haben wir uns vergangenes Jahr abgeschaut, fleißig geübt und wollen ihn jetzt vorführen“, verraten die beiden voller Begeisterung. Denn die Kinder sind nicht einfach so zu Gast, um die Zirkusfamilie kennenzulernen und dabei vielleicht auch Vorurteile abzubauen. Sie werden auch zu kleinen Artisten der Manege, studieren ein, proben und üben.

Denn die Nachwuchsartisten streben einem Ziel entgegen, dass dann mit viel Herzklopfen und Lampenfieber angegangen wird: der Auftritt in der großen Galavorstellung jeweils am Freitag um 16 Uhr. Im Wechsel mit der Zirkusfamilie Baldoni können die Kinder dann zeigen, was sie gelernt haben. „Kein leichtes Unterfangen vor rund 300 Besuchern im großen Zirkusrund“, weiß „Malle“ Rißmann. Doch zunächst heißt es Manege frei zum Trainieren. „Ramona Frank vom Zirkus versteht es dabei wunderbar, die Kinder zusammen mit unseren Betreuern toll zu motivieren, aber sie auch zur Disziplin zu ermahnen“, sagt Rißmann. Somit würden die Kinder hier etwas fürs Leben lernen und sie könnten ihre tollen neuen Fähigkeiten gleich unter Beweis stellen.



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