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Braunschweiger Theater „Feuer und Flamme“ zeigt im TAB „Großer Wolf, kleiner Wolf“

Vom Glück, zu zweit zu sein

Hameln. Sonntag kurz vor 15 Uhr. Im Theaterfoyer wuseln erwartungsvolle Kinder hin und her. Die beiden sechs Jahre alten Mädchen Frieda und Victoria haben sich ein Plakat der Aufführung gesichert. „Ich war noch nie im Theater“, sagt Victoria, die mit ihrer Oma gekommen ist. Lennart (9) und Aram (7) dagegen gehen „mindestens vier oder fünfmal pro Jahr“ ins Theater. Sie haben ein Kinder-Abo. Während einige der kleinen Gäste sich schüchtern hinter ihren Müttern verstrecken, können andere es kaum abwarten. Dann endlich ertönt der Gong, und die Tür zum Theater auf der Bühne (TAB) öffnet sich. Auf der Studiobühne des Theaters ist in der Mitte des Zuschauerbereichs eine kleine Fläche für die Kleinen vorbereitet. Sie brauchen nicht auf Stühlen zu sitzen. Eine sehr kindgerechte Lösung. Das Spiel vom „großen und vom kleinen Wolf“, das nur wenige Meter vor ihnen stattfindet, erreicht die kleinen Zuschauer ganz unmittelbar. Tania Klinger und Ute von Koerber, die in der Regie von Stefan Ebeling das nach einem Bilderbuch von Nadine Brun-Cosme und Olivier Tallec entstandene Stück auf die Bühne bringen, agieren ebenso behutsam wie ausdrucksstark.

veröffentlicht am 11.04.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 13:50 Uhr

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Autor:

Ernst August Wolf
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Beide verwandeln sich vor den Augen der Kinder langsam in den grauen alten und den bunten kleinen Wolf. Es gibt zwar einige Angstlacher, als der große Wolf knurrt und bellt, doch der kleine Wolf als Gegenpart wird schnell zum Sympathieträger.

Beide Schauspielerinnen arbeiten mit sehr wenig Text, erklären allenfalls knapp das Geschehen, transportieren die Geschichte über die wirkungsvolle Choreografie von Ulrike Schauer, vor allem über kindgerechte Situationskomik. Die Handlung ist einfach, aber eindringlich. Nach einem Tag und einer Nacht, in der sich beide Wölfe aus den Augenwinkeln beobachten, und der Große sich fragt, ob der Kleine wohl besser auf einen Baum klettern kann als er, bricht der alte Wolf zu seinem Spaziergang auf. Als er zurückkommt, ist der kleine Wolf verschwunden. Der Große erkennt, dass es doch ein Glück ist, zu zweit zu sein. Herbst und Winter vergehen, doch im Frühling taucht der kleine Wolf dann wieder auf. Ein versöhnliches Ende, spielerisch vermittelt, ohne moralisch belehrenden Zeigefinder. „Zum ersten Mal im Leben dachte der große Wolf, dass etwas Kleines, ja sogar ganz Kleines, im Herzen einen großen Platz haben kann, einen sehr großen Platz“, heißt es im Bilderbuch. Eine auch für Erwachsene, die sich ihre Kindlichkeit bewahrt haben, zu Herzen gehende Geschichte. Wer’s verpasst hat, der hat am Montag um 9 und 11 Uhr weitere Möglichkeiten, sich das Spiel von großen und kleinen Wolf anzuschauen.



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