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Offener Workshop in der Sumpfe

Vom Armband zum Beutel: Verein „Mit offenen Armen“ wächst

HAMELN. Am Anfang war blau. Und Gummi. Inzwischen sind auch Baumwolle (GOTS-zertifiziert), PET (recycled), weiß und beige. Die Angebotspalette von einst nur blauen Gummi-Armbändern samt eingestanztem Schriftzug „Mit offenen Armen“ ist längst erweitert worden: um Festivalarmbänder, Freundschaftsband, T-Shirts und „Toleranzbeutel“. Vor allem über den Beutel sind die Aktiven des Vereins „Mit offenen Armen“, der vor über zwei Jahren in Hameln gegründet wurde, glücklich. Das Design ist das Ergebnis eines Wettbewerbs, den drei 13-Jährige gewonnen haben.

veröffentlicht am 03.01.2018 um 15:04 Uhr
aktualisiert am 04.01.2018 um 10:05 Uhr

Der „Toleranzbeutel“ aus Baumwolle und Jute ist das jüngste Produkt im Shop des Vereins. Gestaltet wurde er von Schülern. Foto: moa
Birte Hansen

Autor

Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite

Das Thema, das es zu gestalten galt: Weltoffenheit. Dass das auch weiterhin gelebt werden soll, steht fest, doch wie es darüber hinaus um das Selbstverständnis des Vereins bestellt ist, wird am Samstag, 6. Januar, in einem offenen Workshop in der Sumpfblume diskutiert und entwickelt – jeder, der daran mitwirken oder zuhören möchte, kann ab 10 Uhr dabei sein, oder später dazukommen. Um 18 Uhr ist Schluss.

70 Mitglieder zählt der Verein inzwischen, der vor dem Eindruck des Flüchtlingsstroms 2015 von Hamelnern gegründet wurde und zum Ziel hat, Toleranz zu leben und, per blauem Band am Handgelenk, zu demonstrieren. Moritz Himler und Florian Wilkesmann, Männer der ersten Stunde, sind noch dabei und als Vorsitzende aktiv. Wenn Himler von der Entwicklung spricht, gerät er ins Schwärmen. So viele Projekte seien angestoßen, Benefiz-Konzerte gegeben, neue Ideen geboren worden. Mit den Einnahmen aus den verkauften Produkten und den Mitgliedsbeiträgen unterstützt der Verein Projekte, in denen Flüchtlinge Unterstützung erfahren. Das Thema Integration steht im Vordergrund, wie Moritz Himler sagt. „Die grundlegende Idee ist, eine konstant tolerante Weltanschauung zu fördern.“

Was anfänglich irgendwie so ging, wurde mittlerweile in Strukturen gegossen, um die Aufgaben besser bewältigen zu können. Mehrere Projektteams haben sich verschiedener Schwerpunkte angenommen. Die Koordinatoren aller Teams skypen einmal pro Woche, erzählt Himler, die Projektteams treffen sich via Skype alle zwei Wochen. „Das war gut, da etwas Routine reinzubringen.“ Etwa 40 Leute seien regelmäßig involviert. Alles in allem „sind wir ein bisschen stolz“ auf das Erreichte. Es sei toll, zu sehen, wie die Leute motiviert seien, etwas auf die Beine zu stellen. Zuletzt ein Konzert in Leipzig.

Mit diesem Armband fing alles an. Foto: moa
  • Mit diesem Armband fing alles an. Foto: moa

900 Armbänder wurden 2017 verkauft, insgesamt dürften es über 3000 sein, schätzt Moritz Himler, 180 T-Shirts im vergangenen Jahr, 50 Beutel allein im Dezember, der auch dann erst auf den Markt gekommen war. 3000 Euro seien in Projekte geflossen. Das Spenden-Generieren mache aber nur 50 Prozent des Zwecks aus, „die andere Hälfte besteht daraus, dass wir Werbung für mehr Toleranz machen“. Sprich: Konzerte geben, zum Beispiel in zehn Tagen in sieben Städten oder „1000 Gespräche führen“. Ein „Riesenaufwand“ für alle, die ehrenamtlich tätig sind und die eigentlich noch ganz andere Aufgaben haben. Zum Beispiel, wie Moritz, Wirtschaftsrecht studieren.
mit-offenen-armen.de



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