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Mehrheit beklagt fehlende Information über „Ausbildungsplatz“

Volontärsstelle befremdet Politik

Hameln (CK). Die geplante Einstellung einer journalistischen Nachwuchskraft zur Verstärkung der städtischen Pressestelle (wir berichteten) hat bei der Mehrheitsgruppe aus CDU, Grünen und Unabhängigen im Rat Befremden ausgelöst. Zwar falle die Einstellung von Auszubildenden nicht unter den städtischen Einstellungsstopp, sagt Grünen-Fraktionschefin Ursula Wehrmann – gleichwohl sei es fraglich, ob die Stelle eines Volontärs, für die ja bereits ein abgeschlossenes Hochschul- oder Fachhochschulstudium sowie journalistische Erfahrung vorausgesetzt würden, noch unter die Bezeichnung „Ausbildungsplatz“ falle.

veröffentlicht am 02.10.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 11:21 Uhr

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Wehrmann beklagt aber auch die mangelnde Kommunikation seitens der Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann. „Im Stellenplan werden die Nachwuchskräfte ausgewiesen. Zwar finden wir dort Anwärter, Auszubildende, Praktikanten und Volontärsstellen für das Museum, aber ein journalistisches Volontariat ist hier nicht ausgewiesen.“ Deshalb sei die Gruppe befremdet darüber, dass sie in der letzten Sitzung des Verwaltungsausschusses am Mittwoch vergangener Woche nicht über diese Stellenausschreibung informiert worden sei und dass die OB nicht die Notwendigkeit dieser Stelle wenigstens erläutert habe. „Wie so oft in letzter Zeit, haben wir von dieser Ausschreibung leider erst durch die Presse erfahren müssen. Wir bedauern das sehr, weil wir uns eine informative und vertrauensvolle Zusammenarbeit anders vorstellen“, kritisiert auch Claudio Griese, Vorsitzender der CDU-Frakion.

Im Übrigen wäre die Gruppe in dieser Sitzung gerne darüber unterrichtet worden, dass Pressesprecher Thomas Wahmes, dessen Arbeit man sehr schätze, unter so großer Arbeitsüberlastung leide, wie sie die OB als Grund für die Verstärkung genannt hatte. Wahmes selbst hätte im VA auch die Möglichkeit gehabt, hierzu Stellung zu nehmen, heißt es. „So können wir nur hoffen, dass diese übermäßige Arbeitsbelastung unseres Pressesprechers auch wirklich die Motivation der Oberbürgermeisterin ist, die Stelle eines Volontärs auszuschreiben und dass nicht im Nachhinein ganz andere Aufgaben mit dieser Stelle verknüpft werden“, sagt Wehrmann.

Zur Stabsstelle, die der OB direkt unterstellt ist, gehören Pressestelle, Wirtschaftsförderung und die Aufgaben Ehrenamt und Stiftungen. „Für uns ist allerdings neu, dass der verstorbene Wirtschaftsförderer Dietmar Wittkop ständig Aufgaben eines Pressesprechers übernommen haben soll, wie wir in der Zeitung lesen mussten“, so Griese.

„Uns ist lediglich bekannt, dass der Pressesprecher bei Abwesenheit von Wirtschaftsförderer Wittkop oder von Anja Sprich (Stiftungen und Ehrenamt) vertreten wurde.“ Die Stelle eines Wirtschaftsförderers sei bereits ausgeschrieben; somit werde die Stabsstelle hoffentlich demnächst wieder personell komplett besetzt sein, sagt Griese. Und: „Für uns stellt sich die Frage, ob wir es uns leisten können, zusätzlich einen Volontär einzustellen, was Kosten von 47 000 Euro jährlich verursachen würde.“

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