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Von Grippewelle noch weit entfernt

Volle Wartezimmer: Zahl der Kranken steigt

HAMELN-PYRMONT. Etliche Plätze blieben am Donnerstag am Konferenztisch leer. „Der ist krank“ und „Die liegt flach“, hörte man. Und die, die da waren, husteten teils auch ganz schön. Das Robert-Koch-Institut vermeldet derzeit einen Anstieg bei der Zahl der akuten Atemwegserkrankungen.

veröffentlicht am 01.02.2019 um 17:25 Uhr
aktualisiert am 01.02.2019 um 21:30 Uhr

Das Robert-Koch-Institut vermeldet einen Anstieg bei der Zahl der akuten Atemwegserkrankungen. Foto: dpa
Karen Klages

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Karen Klages Reporterin zur Autorenseite
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„Es ist normal, dass es im Winter mehr Erkrankte gibt“, erklärt Dr. Axel Rojczyk. „Von der Grippewelle sind wir aber im Moment noch weit entfernt“, betont der Vorsitzende des Hamelner Ärztevereins. Heißt: Die Virusgrippe, auch Influenza genannt, wird vermehrt wohl erst in den kommenden Wochen auftreten. Laut Rojczyk sei der beste Schutz gegen Influenza, sich impfen zu lassen; er empfiehlt dies vor allem Kleinkindern, Menschen über 65 Jahre und Patienten mit chronischen Erkrankungen. Allerdings ist der Impfstoff nicht mehr verfügbar. Die Bereitschaft, sich impfen zu lassen, sei laut Rojczyk in diesem Winter sehr groß gewesen. Ist man gegen Influenza geimpft, schütze dies aber trotzdem noch nicht vor Erkältungskrankheiten und Atemwegsinfektionen.

Husten, Schnupfen, Heiserkeit: Auch das „kann im Einzelfall schwerwiegend verlaufen“, so Rojczyk. Was hilft: ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung, sich warm anziehen. „Wichtig ist eine Kopfbedeckung“, sagt der Hamelner Mediziner. Birgit Köpps-Padberg, Sprecherin der Hamelner Apotheken, rät dazu, kalte Füße zu vermeiden. Sie sieht vor allem den Wetterumschwung – immer wieder gibt es feuchte Tage – als Problem für die vielen Erkrankungen. Die Apothekerin rät dazu, sich mit entsprechenden Präparaten zu stärken, zu inhalieren und sich entsprechende Körperpartien einzureiben. Dabei setzt Köpps-Padberg vor allem auf pflanzliche Mittel.

Die Abwehrkräfte durch Ernährung gezielt zu stärken, ist auch ein Tipp von Dr. Hans-Hermann Zimny, Vorsitzender des Ärztevereins Bad Pyrmont. Konkret empfiehlt er Granatapfelsaft, Ananas und die klassische Hühnerbrühe zur Vorbeugung – aber auch, um während einer Erkrankung wieder zu Kräften zu kommen. Wer an der Influenza erkrankt, „ist arg mitgenommen. Die Grippe ist eine schwere Erkrankung“. Mindestens zwei bis vier Wochen habe man damit zu kämpfen. Zimny selbst war einmal daran erkrankt – „ein Erlebnis, das möchte ich nicht wieder haben“.

Derzeit auftretende Magen- und Darmbeschwerden, unter denen einige Patienten leiden, führt der Pyrmonter Mediziner im Übrigen auf den gleichen Erreger, der für die Atemwegserkrankungen verantwortlich ist, zurück. „Das scheint der gleiche Virus zu sein“, so Zimny.

Aber ganz egal, wer derzeit an was erkrankt ist – gute Besserung! Und alle anderen bleiben bitte gesund!

Information

Die Grippe (Influenza), ist eine akute Krankheit der Atemwege. Die Krankheit ist ernsthaft, mitunter lebensbedrohlich. Ausgelöst wird sie durch Grippeviren; Erkältungen oder „grippale Infekte“ werden von anderen Erregern verursacht. In Deutschland kommt es meist in den Wintermonaten nach dem Jahreswechsel zu Grippewellen mit unterschiedlicher Ausbreitung und Schwere. Die Influenzaviren verändern sich ständig und bilden neue Varianten. Dadurch kann man sich im Laufe seines Lebens öfter mit Grippe anstecken und erkranken. Deshalb wird auch der Influenza-Impfstoff jedes Jahr neu angepasst. Etwa ein Drittel aller Influenza-Erkrankungen beginnt mit einem plötzlich einsetzenden Krankheitsgefühl – Fieber, Halsschmerzen und trockener Husten, begleitet von Muskel-, Glieder-, Rücken- oder Kopfschmerzen. Wer sich ansteckt, spürt erste Beschwerden nach 1 bis 2 Tagen.



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