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Großer Andrang im Hamelner Theater / Kostendruck für zwei Schulkonzerte zu hoch

„Vikilu, das ist ein Ozean aus Musikern“

Hameln. „Wir können diesmal leider nur ein Konzert anbieten, denn die Kosten für die Miete des Theaters sind zu hoch“, klagte der mit politischen Äußerungen sonst eher zurückhaltende Vikilu-Direktor Rainer Starke in seinen Begrüßungsworten anlässlich des diesjährigen Sommerkonzertes. Eine Kritik, die bei den Gästen aus der Politik im fast ausverkauften Theater ankam. „Wir müssen über Preisnachlässe nachdenken; vielleicht dadurch, dass wir die Budgets für die Schulen erhöhen und so drohende Defizite ausgleichen“, schlug Heinrich Fockenbrock (FDP) vor. Über die Veranstaltungskosten sei bislang noch nicht diskutiert worden, stellte Stadträtin Gaby Willamowius fest und gab zu bedenken: „Wo fängt man da an, wo hört man auf? Auch das Theater braucht schließlich Einkünfte.“

veröffentlicht am 06.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 21:41 Uhr

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Autor:

Ernst August Wolf
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Man dürfe seitens der Stadt als Schulträger nicht von der einen in die andere Tasche wirtschaften, so der Schulausschussvorsitzende Kurt Meyer-Bergmann (SPD): „Das Theater braucht einerseits den professionellen Bereich, mit dem Geld verdient wird, andererseits sollte die Stadt die Kultur- und Musikarbeit ihrer Schulen fördern.“

Die jungen Musiker des Vikilu störte die Kostenfrage nicht. Sie präsentierten ein mehrstündiges Konzerterlebnis auf teilweise sehr hohem Niveau. Da brillierte als Flaggschiff eine von Udo Melloh temperamentvoll gesteuerte „Swinging College“ Big Band mit neuesten Workshop-Erfahrungen und einem hinreißenden „Sweet Lucy“, da riss die von Ute Sandfuchs glänzend vorbereitete 7 E mit einem Plastikbecher-Schwarzlicht-Rhythmus-Spektakel zu Dave Brubecks „Unsquare Dance“ das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin, und Abiturient Aaron Feuerhake verabschiedete sich nicht nur mit einer intelligenten, launigen Moderation, sondern auch mit einer beispiellos virtuosen Gitarrenperformance, deren Titel „Ocean“ er geschickt in Beziehung zu seiner nunmehr beendeten Schulzeit setzte: „Vikilu, das ist ein Ozean aus Musikern, mal sanft und eben, mal stürmisch, aber immer abwechslungsreich und gewaltig.“

„Toll, wenn sich eine Schule mit Haut und Haar so der Musik verschrieben hat“, gestand eine beeindruckte Gaby Willamowius. Dass für die Schulen kostengünstigere Konditionen vonnöten seien, wollte auch sie nicht von der Hand weisen.

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