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Bilder von AEG-Schülern hängen in der Landesausstellung in Celle

Vier Hamelner reif fürs Museum

Hameln/Celle (beb). Am Anfang war das Wort – genauer gesagt: Gedichte. Am Ende standen vier Bilder, die jetzt im Kunstmuseum Celle hängen. „Mensch und Stadt“ lautete das Thema, mit dem sich Schüler des Albert-Einstein-Gymnasiums auseinandersetzten. „Es ging darum, ein expressionistisches Gedicht zu verbildlichen“, erklärt die 18-jährige Sonja Peschke. „Das Bild sollte die Überfülltheit der Stadt und die Isolation trotz dessen darstellen.“ Sie und drei weitere Schüler des Albert-Einstein-Gymnasiums sind jetzt mir ihren Arbeiten bei der Ausstellung des 15. Landesjugendwettbewerbs „Jugend gestaltet“ vertreten. Auch die Bilder von Sonjas Mitschülern Victoria König (17), Gunda Bode (17) und David Grüter (18) greifen die Thematik des Menschen in der Stadt auf. Alle Arbeiten sind Radierungen im Format DIN A5.

veröffentlicht am 21.04.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 12:21 Uhr

Eine der vier Gedichtillustrationen, diese stammt von Sonja Pesc
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Insgesamt hätten sie etwa acht Schulstunden an den Bildern gearbeitet, nicht immer ohne Hindernisse. „Es war schwierig, das so fein hinzukriegen.“ Mit der Metallnadel sei man auf der Druckplatte immer wieder abgerutscht, sagt Gunda Bode.

Vier Gedichte waren Grundlage der Arbeit, „Der Gott der Stadt“ von Georg Heym, „Städter“ von Alfred Wolfenstein, „Friedrichstraßenkroki 3 Uhr 20 Nachts“ von Paul Boldt sowie das von Alfred Lichtenstein stammende Gedicht „Die Stadt“.

Doch nicht nur die Gedichte beeinflussten die jungen Künstler. „Wir waren extra vorher in Hannover im Sprengel-Museum und haben uns Bilder zum Thema angesehen“, sagt David Grüter. Expressionist Ernst Ludwig Kirchner habe die Schüler inspiriert. „Der hat ja in Berlin gewohnt und das ganz gut dargestellt – die Isolation in der Großstadt“, so Victoria König. In den eigenen Werken der Schüler versinken nun kleine Menschen zwischen sich auftürmenden Häuserschluchten und wirken trotz Getümmel reichlich verloren.

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Beide Kunstleistungskurse des Albert-Einstein-Gymnasiums haben sich mit ihren Arbeiten für den Landeswettbewerb beworben. Die Radierungen der vier Schüler wurden am Ende aus über 2000 Einsendungen aus ganz Niedersachsen ausgewählt und sind nun zusammen mit circa 300 anderen unterschiedlichsten Einzelarbeiten in der Ausstellung in Celle zu sehen. Im Rahmen der Ausstellung wird ein Publikumspreis vergeben. Außerdem wird ein Landessieger ermittelt, der dann die Möglichkeit bekommt, an einem Künstlerworkshop teilzunehmen. Die Ausstellung ist noch bis zum 30. Mai im Kunstmuseum Celle zu sehen.

Inspiration holten sie sich aus Gedichten und im Sprengel-Museum: Die vier jungen Künstler (v. li.) David Grüter, Victoria König, Gunda Bode und Sonja Peschke.

Foto: beb

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