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Einer für alle – alle für einen

Vier Förderschulen schnüren gemeinsames Freizeitpaket

HAMELN. „Vier Förderschulen aus vier europäischen Ländern treffen sich zu vier verschiedenen Jahreszeiten in vier unterschiedlichen Naturräumen mit ihren Schülern zu vier Outdoor-Wochen mit vier sportlichen Schwerpunkten. So lässt sich die Intention des Projekts „Einer für alle – alle für einen“ zusammenfassen“, erklärt Anke Hausotter, Förderschullehrerin der Heinrich-Kielhorn-Schule, der Hamelner Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung.

veröffentlicht am 30.11.2017 um 13:49 Uhr

Landrat Tjark Bartels (re.) mit den Delegierten aus Litauen, der Slowakei, Gro0britannien und den gastgebenden Pädagogen der Heinrich-Kielhorn-Schule. Foto: bj

Autor:

Barbara Jahn
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„Während der Sommerferien haben wir die Nachricht erhalten, dass wir ins Erasmus+ Programm aufgenommen sind“, freut sich Anke Hausotter. „Es gibt in Niedersachsen nur sehr wenige Förderschulen, die an Erasmus plus, dem Programm für Bildung, Jugend und Sport der EU, beteiligt sind. Wir haben uns mit dem Projekt ‚Einer für alle – alle für eine‘ beworben, das wir nun mit unseren Kollegen aus Litauen, der Slowakei und Großbritannien durchführen werden. Es beinhaltet Felsklettern in Deutschland, Skilaufen in der Slowakei, Aktivitäten auf und im Wasser in Litauen und eine Waldwoche in Großbritannien.“

Das Programm hat wohl auch Tjark Bartels begeistert. Hameln–Pyrmonts Landrat findet eine Lücke im Terminkalender, um die Delegationen der Förderschulen aus den teilnehmenden Ländern sowie die Kollegen der Heinrich- Kielhorn-Schule für Deutschland im Kreishaus zu empfangen. „In english please“, ist die Bitte von Norbert Lichtenberg, dem Schulleiter der Heinrich-Kielhorn-Schule. Das stellt für den Hausherrn kein Problem dar, der in der Teilnahme an dem Projekt zwei Chancen sieht. „Für die Schülerinnen und Schüler geht es darum, Grenzen zu erfahren, sie zu überwinden und ihr Selbstvertrauen zu stärken. Für sie als Pädagogen ist das gemeinsame Arbeiten besser als sich das Wissen über Erfahrungen in anderen europäischen Ländern nur anzulesen. Ihr Projekt ist wertvoll und ein Schritt in die richtige Richtung. Es fördert die europäische Idee“, lobt er das Engagement der Delegation.

„Als meine Kollegen Christian von der Embse, Anke Hausotter, Marion Finke und Birute von Below von ihrer Idee, die am Lagerfeuer während einer Kletterfreizeit am Ith entstanden ist, erzählten, war ich skeptisch. Ich ahnte, dass viel Arbeit auf uns zukommt, aber das Team hat mich überzeugt, die brennen für das Projekt“, sagt Norbert Lichtenberg. „Wir freuen uns, dass pro Gastland drei Delegierte zu uns nach Hameln gekommen sind. Es ist das erste Mal, dass wir Kollegen aus den vier Ländern uns treffen und Auge in Auge am Arbeitsprozess beteiligt sind“, erklärt Anke Hausotter. Da fügt es sich, dass ihre Kollegin Birute von Below aus Litauen stammt und während des Besuchs nun wichtige Dolmetscheraufgaben übernehmen kann. Die Koordinatorin des slowakischen Teams, Maria Strakova, spricht deutsch und sagt: „Es ist das erste Mal, dass wir mit unseren autistischen Schülerinnen und Schülern an solch einem Projekt teilnehmen. Es ist spannend, zu erleben, wie sie das schaffen werden“.

Auftakt des Arbeitsbesuchs war eine englischsprachige Führung des Rattenfängers Michael Boyer, der die Gäste abschließend zum Weihnachtsmarkt geleitete. „Das war eine gute Gelegenheit, sich kennenzulernen, denn nun geht es an die Projektarbeit“, sagt Anke Hausotter. Und die sieht unter anderem eine Fahrt zum Jugendzeltplatz des Alpenvereins am Ith vor, dort wird im kommenden Jahr im Juni die erste gemeinsame sportliche Aktivität, das Felsklettern, stattfinden.

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