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Großes Jubiläumskonzert zum 100. Jahrestag der Errichtung des Schulgebäudes

Viele Talente an der Raabe-Schule

Hameln. Es war ein Musikprogramm, dem 100-jährigen Jubiläum des Baus der Wilhelm-Raabe-Schule würdig: Rund 130 Schülerinnen und Schüler hatten es gemeinsam mit Andranik Simonyan, sonst Leiter des Polizeichores, und den Musiklehrern Heide Tappe, Kathrin Gerlach und Sascha Wiechmann zusammengestellt und erarbeitet. Die Schule selbst ist bereits 140 Jahre alt, hat aber ihren festen Standort erst seit 100 Jahren am Lohfeld, wie das Areal im Jahr 1913 hieß. Und seit der „WRS“ auch die Südstadtschule an der Königstraße angeschlossen wurde, ist sie mit rund 700 Eleven die größte der Hamelner Schulen der Sekundarstufe 1.

veröffentlicht am 17.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 19:41 Uhr

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Autor:

Wolfhard F. Truchseß
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Zum Jubiläumskonzert in der bis auf den letzten Platz gefüllten Aula der Schule waren nicht nur Schüler, Eltern und Großeltern gekommen, sondern auch viele Ehemalige. Einer von ihnen hatte seinen Abschluss 1947 an der Schule gemacht, als sie noch ganz schlicht „Mittelschule“ hieß – den Namen Wilhelm-Raabe-Schule erhielt sie erst 1948. Wenig später – Anfang der 1950er Jahre – war es der Musikpädagoge Wilhelm Hohmeyer, der an der WRS die musikalische Tradition ins Leben rief, die noch heute mit Bläserklassen und Chören innig gepflegt wird und Jahr für Jahr immer wieder zu erstaunlichen Ergebnissen führt.

Akribisch zählte Schulleiter Werner Schmidt in seiner launigen Begrüßungsansprache auf, wie die auf einer Grundfläche von 1500 Quadratmetern errichtete Schule 1913 ausgestattet war. Sie hatte 21 Klassenräume für etwa 1000 Schulkinder, eine Aula mit einer – heute geschlossenen – Galerie für 700 Sitzplätze, einen Physikraum, einen Handarbeitsraum, einen Gesangsraum, einen Zeichensaal mit einem Raum für Modelle, eine Bibliothek und ein Lehrmittelzimmer. Das Personal verfügte über ein Rektorzimmer mit Vorzimmer, ein Lehrerzimmer, das zugleich als Konferenzsaal dienen sollte und ein gesondertes Lehrerinnenzimmer. Auch der Schulwart, wie der Hausmeister damals hieß, hatte einen eigenen Raum. Im Keller war ein „Handfertigkeitsraum“ eingerichtet, den Schmidt dem Fach „Werken“ zuschreibt, sowie zwei Räume für die Haushaltungsschule. Verblüffend findet Schmidt, dass im Keller auch ein Brausebad mit Ankleideraum eingerichtet war. Ob es jemals benutzt wurde und wer das Privileg gehabt habe, es zu benutzen, vermochte der Schulleiter nicht zu berichten.

Dankbar nahm Schmidt dem von Bürgermeisterin Ursula Wehrmann für die Stadt erbrachten Grußwort die Information entgegen, dass das alte Eichenparkett voraussichtlich im kommenden Jahr neuen Glanz erhalten soll und auch die alten Eichenportale, die sich im Lauf des Jahrhunderts verzogen haben, wieder gängig gemacht werden sollen. Für die Bürgermeisterin war es ebenso wie für die frühere Oberbürgermeisterin Christa Bruns eine Herzensangelegenheit, würdigende Worte zu sprechen. Ursula Wehrmann war selbst Schülerin der WRS gewesen und Christa Bruns hatte sich in den 30 Jahren ihrer kommunalpolitischen Arbeit als Mitglied des Schulausschusses häufig in der Schule aufgehalten.

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  • Auf dem Lohfeld wurde im Jahr 1913 die „gehobene Volksschule (Mittelschule)“ – heute die Wilhelm-Raabe-Schule – für rund 1000 Schüler errichtet.

Gab es vor Jahren auch noch Streicher an der Schule, konzentriert sich die Arbeit der Musikpädagogen heute auf reine Bläserklassen und die Chöre. Was hier sowohl an klassischen Kompositionen bis zu Schlagern, Oldies und modernen Stücken erarbeitet wird, verdient höchste Anerkennung. Auch an großen Talenten, die den Mut haben, als Solisten aufzutreten, mangelt es nicht: Marie Mandla zählt dazu, Paula Muschik mit ihrer Freundin Sina Atapattu vom AEG, Celin Klenke-Abel, Corinna Popescu, Saskia Siegmonzek und Marcel Hernandez, die Schulband und das Trio „Viel Harmonie“. Und am Ende gab es noch eine umjubelte Uraufführung: Heide Tappe und Andranik Simonyan haben der Schule eine eigene Hymne geschrieben.



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