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Kinder schreiben bei Günter von Lonski in der Krimiwerkstatt

Viel spannender als ein Aufsatz in der Schule

Hameln. Kann man Krimischreiben lernen? „Na ja“, sagt Günter von Lonski zögernd und fasst sich dann doch kurz: „teilweise“. Einiges sei Handwerk, erklärt er, doch Ideen müsse ein Schreiber schon selbst mitbringen. Die Kinder, die in diesen Tagen in Lonskis Krimiwerkstatt ins Kinderspielhaus kommen, haben davon jede Menge. 18 Jungen und Mädchen schreiben zusammen mit dem Krimiautor an vier Tagen drei Kapitel für den Kinderkrimi „Lange Finger in der Klassenkasse“, der eine Fortsetzung von „Alarm im Pfannkuchenhaus“ ist.

veröffentlicht am 01.04.2015 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:16 Uhr

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Dorothee Balzereit

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Dorothee Balzereit Reporterin / ViaSaga zur Autorenseite
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Für Günter von Lonski, der in Hameln durch seine Weserbergland- und Hannover-Krimi-Reihen – beide erschienen bei den CW Niemeyer Buchverlagen – Bekanntheit erlangte, war es nach eigenen Worten schon lange ein Traum, mit Kindern zusammen ein Buch zu schreiben. Immerhin begann seine Laufbahn 1983 mit Kindergeschichten. Dass die Jungen und Mädchen mit derartigem Feuereifer dabei sind, wundert ihn selbst. Auch Kinderspielhausleiterin Marlis Rißmann ist überrascht: „Damit, dass das Projekt gleich ausgebucht ist, haben wir nicht gerechnet.“

Nach zwei Tagen Gruppenarbeit für jeweils zwei Kapitel dürfen die jungen Schreiber am dritten Tag ein weiteres allein gestalten. Die Aufgabe: Einen Brief schreiben, indem es um eine nicht eingehaltene Verabredung, eine Entdeckung, Misstrauen, Wut und Eifersucht geht. Lonski findet das Ergebnis so gut, dass er ankündigt, alle Briefe ins Buch übernehmen zu wollen, anstatt nur den besten.

Die Kinder sind enthusiastisch. Kein Vergleich mit einem Aufsatz in der Schule, sagen sie, sondern „viel, viel besser“. Und was war anstrengend? „In der Gruppe alle Ideen unter einen zu bringen“, sagt Lara. „Die Recherche“, ergänzt Niklas. Die anderen geben ihm recht. Herauszufinden, wie viel ein Hut in Hamelner Geschäften kostet, sei ein Kraftakt gewesen. Aber auch das lernen die Kinder von Lonski: Den Schauplatz einer Geschichte in allen Facetten genau abzubilden.

Die Schreibsequenzen der Kinder sollen später in das Manuskript des Autors eingearbeitet und im Buch gekennzeichnet werden. Die Mitautoren werden namentlich aufgeführt und ihre Arbeit mit Fotos dokumentiert. Die Covergestaltung ist für alle Kinder als Wettbewerb ausgeschrieben. Stifte und eine Vorlage liegen in der Buchhandlung Matthias bereit, Abgabetermin ist der 30. April. Das Projekt der Stadt Hameln und des Kinderspielhauses hat übrigens prominente Unterstützung: Schirmherrin ist die Parlamentarische Staatssekretärin Gabriele Lösekrug-Möller.

In Gruppen und allein haben Jungen und Mädchen in der Krimiwerkstatt an Kapiteln für

„Lange Finger in der Klassenkasse“ gearbeitet.doro



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