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Was sich die Kinder am Kuckuck wünschen – und wie ihre Wünsche Wirklichkeit werden sollen

„Viel Platz zum Spielen“

HAMELN. Was wünschen sich die Kinder, die im Quartier am Kuckuck wohnen? Natürlich vor allem Spielplätze mit Kletterturm, Vogelnestschaukel, Drehkarussell, Slackline und viel Platz zum Fußball- oder Volleyballspielen. Das ist das Ergebnis eines Projekts, das die Mitarbeiter des Kuckucksnestes in der vergangenen Woche gemeinsam mit Kindern durchgeführt haben. Aber wie lassen sich all diese Wünsche umsetzen?

veröffentlicht am 30.06.2017 um 19:48 Uhr

Diese Kinder am Kuckuck haben ganz klare Vorstellungen, wie ihr Quartier lebenswerter für sie werden könnte. Foto: wft
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Autor

Wolfhard F. Truchseß Reporter
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„Es sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, dass Kinder in die Planung der Spielplatz-Situation eines Quartiers einbezogen werden“, betonte Gabriele Brakemeier vom Verein SAM, nachdem die Kinder ihre Wünsche im Kuckucksnest vorgetragen hatten. Mit dabei war auch Michaela Klank, die Leiterin der Abteilung Stadtentwicklung und Planen der Stadt Hameln. Klank sagte auf Nachfrage zu, dass die Stadt bereit sei, „Hand in Hand“ in mit dem neuen Eigentümer des Kuckucks an der Verwirklichung der Kinderwünsche zu arbeiten und auch bei der Finanzierung von kleinen Projekten behilflich zu sein, die auf den Grundstücken des Eigentümers entstehen sollen. „Wir sind intensiv mit ihm im Gespräch“, berichtete Claudia Schmidt, die Quartiersmanagerin des Kuckucks. „Er hat uns seine Bereitschaft signalisiert, an der Verbesserung des Wohnumfeldes mitzuarbeiten.“

Notleidend ist derzeit zumindest einer der kleinen Spielplätze im Kuckuck. Gerade mal ein Gerät steht dort noch zur Verfügung. Die anderen mussten abgebaut werden, weil sie nicht mehr sicher zu bespielen waren. Den Platz wieder vernünftig herzurichten, ist natürlich einer der großen Wünsche der Kinder, die am ersten Tag ihrer Projektwoche mit dem Fotoapparat im Quartier unterwegs waren, um zu dokumentieren, wie sich ihre Spielsituation darstellt. Zusammengefasst von Quartiersmanagerin Claudia Schmidt stellt sich die Lage so dar: „Es wird sehr viel auf der Straße gespielt.“

Um den Kindern einen Eindruck zu verschaffen, wie es an anderen Stellen der Stadt aussieht, wurden an zwei weiteren Tagen Exkursionen ins Stadtgebiet unternommen, der Schulhof der Pestalozzi-Schule angeschaut und der erst vor Kurzem erneuerte Spielplatz im Hohen Feld getestet. Von dort konnte die kleine Gruppe allerbeste Eindrücke mitnehmen, wie sich am nächsten Tag herausstellen sollte: Es war Basteln angesagt. Und wie gebastelt wurde. Kleine Spielgeräte wurden gebaut, wie sie ganz realistisch auch auf dem Foto zu sehen sind. Und auf einem Luftbild des Quartiers wurden sie auch gleich mit kleinen Zetteln und vielen blauen Punkten verteilt. Rebeen, Nino, Andrea, Rinaldo, Daria und die anderen haben schon ganz genaue Vorstellungen darüber, wie ihr Quartier lebenswerter für sie werden könnte. Schaukeln müssten her, ein neues Fußballtor für den Bolzplatz, ein Basketballkorb und ein Klettergerüst stehen auch auf der Wunschliste der kleinen Kuckucksbewohner.

Vor allem aber wünschen sie sich viele Spielmöglichkeiten zwischen den Häusern des Quartiers, zum Beispiel mehr Büsche, um gut Verstecken spielen zu können, kleine Sandspielplätze für die Kleineren. Dass die Verantwortung für diese auf dem Eigentum des neuen Besitzers gedachten Spielbereiche nicht bei der Stadt liegen werde, bestätigte auch Michaela Klank. „Aber das hat den Vorteil, dass Spielgeräte wie ein Baumstamm zum Balancieren auch nicht nach DIN-Norm aufgestellt werden müssen“, betonte die Abteilungsleiterin und zeigte sich damit offen für unbürokratische Regelungen.

Zum Programm des Quartiersmanagements gehören aber auch Betätigungsfelder für die Erwachsenen am Kuckuck. So gibt es regelmäßige Angebote für die Eltern zu den Themen Schule und Kita sowie ein Nachbarschaftscafé. Auch das Projekt „Interkulturelles Kochen“ wird nach Angaben von Gabriele Brakemeier sehr gut angenommen. „Da kommen sogar die Männer“, erzählt sie.

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