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Die Sängerin kommt nach Hameln

Vicky Leandros im Interview: „Kochen beruhigt mich“

HAMELN. Vicky Leandros kommt am Sonntag, 3. Februar, nach Hameln. In der Rattenfänger-Halle bietet die bekannte Sängerin ein Programm mit dem Besten aus ihrer über 50-jährigen Musikkarriere. Im Interview spricht sie über das Besondere an kleinen Städten, die Karrierepause für ihre Kinder und Weihnachtsessen mit der Familie.

veröffentlicht am 07.12.2018 um 16:31 Uhr
aktualisiert am 07.12.2018 um 18:42 Uhr

Eine Legende des Showgeschäfts: Vicky Leandros gewann 1972 den Grand Prix. Foto: Walter Kober/PR
Muschik, Moritz

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Moritz Muschik Volontär zur Autorenseite

Vicky Leandros, wenn Sie Ihr Leben mit einem Ihrer Songs beschreiben würden: Welcher wäre das?
Oh, ich würde sagen: „Ich liebe das Leben.“

Warum beschreibt dieser Song Ihr Leben gut?
Es ist mein Motto. Uns Menschen geht es nicht immer nur gut. Wir haben auch Phasen, in denen es uns schlecht geht. Oder irgendwelche Dinge gelingen nicht. Oder wir sind in einer traurigen Phase, haben uns vielleicht gerade getrennt. Es gibt so vieles im menschlichen Dasein. Und da den Mut zusammenzukriegen und zu sagen: Ich werde es schaffen, sorg dich nicht um mich, du weißt, ich liebe das Leben. Das ist es.

Ein anderer Hit von Ihnen ist „Theo, wir fahr‘n nach Lodz“. Waren Sie schon mal in Lodz?
Ja, letztes Jahr. Das war das erste Mal in meinem Leben.

Im Februar sind Sie in Hameln. Bleibt für Sie etwas Zeit, um sich die Stadt anzuschauen?
Wir schauen mal. Ich habe den genauen Plan noch nicht gesehen. Ich kenne mittlerweile sehr viele Städte in Deutschland. Große und Kleinere. Und ich stelle immer wieder fest, dass kleine Städte wunderschön sind. Oder interessant auf jeden Fall. Sie haben genauso interessante Menschen wie andere Städte.

Millionen Zuschauer haben ihre Auftritte im Fernsehen verfolgt, Sie haben vor Zehntausenden Fans Konzerte gespielt. Sind Auftritte vor weniger Besuchern intimer?
Ja, auf jeden Fall. Wobei: Auch bei 2 200 Zuschauern wie in der Elbphilharmonie hat man den Kontakt zum Publikum. Aber die kleineren Säle sind intimer. In meinem Programm singe ich viele Balladen, Chansons, Folklore in verschiedenen Sprachen. Dazu sind kleinere Säle besser geeignet. Wenn es große Hallen sind, kannst du vielleicht nur die kommerziellen Lieder singen.

Haben Sie ein Ritual vor Konzerten?
Ich bin einfach nur ganz ruhig und spreche gar nicht. Mit niemandem. Ich lasse mir das Programm durch den Kopf gehen. Zwei Stunden vorher habe ich mich schon eingesungen. Da haben wir auch meistens Soundcheck. Dann ist Einlass. Ich mache mich fertig und bin ganz ruhig dabei, um mich zu konzentrieren.

Sie sind ein Weltstar, haben über 50 Millionen Tonträger weltweit verkauft. Wie sind Sie auf dem Teppich geblieben?
Ich habe früh Kinder bekommen. Als Mutter von drei Kindern ist man automatisch geerdet. Dann gibt’s eigentlich nur: Hat mein Kind den Brei aufgegessen? Ist die Pampers gewechselt? Ist es gesund? Es geht um die Wirklichkeit im Leben.

Für Ihre Kinder haben Sie eine Karrierepause eingelegt.
Das war mit die schönste Zeit. Es war genau richtig, sie selbst über zehn Jahre großzuziehen.

Reisen Sie gern?
Nicht mehr unbedingt. Die Reisen sind das einzig Anstrengende, wenn man Konzerte hat. Als ich 17, 18, 20 war, bin ich gern gereist. Ich war oft in Japan, Kanada, konnte sehr früh viele Länder und Kulturen kennenlernen. Das war faszinierend für mich.

Was war der schönste Moment für Sie auf der Bühne?
Ein besonders schöner Moment war, als ich den Grand Prix gewonnen habe mit „Après toi“. Das war ein einzigartiger Moment. Aber ich muss sagen: Ich habe so viele außergewöhnliche Momente, auch jetzt bei den Weihnachtskonzerten. Jedes Publikum ist anders, jedes Programm ist dann auch ein wenig unterschiedlich. Es passiert so viel, auch unerwartete Dinge. Das ist immer wieder sehr berührend. Für mich und fürs Publikum.

Wie feiern Sie Weihnachten?
Mit der Familie. Ganz normal: Heiligabend, warten aufs Christkind. Wir singen Weihnachtslieder, gehen zur Christmesse.

Wie kommen Sie zur Ruhe?
Wenn ich ein paar Tage frei habe, bin ich bei der Familie. Ich koche sehr gern. Das beruhigt mich. Ich koche auch für die Familie, für die Kinder und für viele Freunde. Ich lese auch sehr gern und treibe Sport.

Kochen Sie auch an Weihnachten?
Oh ja. Mal sehen, wie müde ich nach so vielen Weihnachtskonzerten sein werde, in jedem Fall werde ich kochen.

Und was gibt es zu essen?
Ganz traditionell Weihnachtsgans – mit einer griechischen Füllung – in einer Rotwein-Orangen-Soße. Jedes Jahr aufs Neue.



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