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Sana-Klinikum und Hamelner Apotheken haben keine Probleme bei Medikamentenbeschaffung

Versorgung mit Arzneimitteln sichergestellt

Hameln (jbr). Medikamente sind für kranke Menschen lebenswichtig – umso schlimmer, wenn diese plötzlich nicht lieferbar sind. Zahlreiche deutsche Krankenhäuser schlugen jedoch genau aus diesem Grund in dieser Woche Alarm: Nach Aussage vieler Kliniken komme es gerade bei Krebsmitteln und Antibiotika immer häufiger zu Lieferengpässen. Das bestätigte auch Heike Alz, Leiterin der Klinikapotheke an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Im Sana-Klinikum Hameln-Pyrmont, nur rund 50 Kilometer von der MHH entfernt, merkt man jedoch nichts von derartigen Engpässen.

veröffentlicht am 21.12.2012 um 18:12 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 23:21 Uhr

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„Bei uns ist die medikamentöse Versorgung der Patienten in allen Bereichen durch die enge Kooperation des deutschlandweiten Sana-Einkaufsverbunds mit den Lieferanten vollständig sichergestellt.“ Das teilte Dr. Sixtus Allert, ärztlicher Direktor des Klinikums, auf Nachfrage der Dewezet mit. Einer der Vorteile des Standorts Hameln sei, dass das Krankenhaus nach wie vor im Sana-Verbund einkaufe und so alle benötigen Medikamente problemlos erhalte. „Das betrifft auch den Bereich der Medikamente zur Krebsversorgung und Antibiotika“, versichert Allert.

Professor Wolfgang Seitz, Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin im Sana-Klinikum bestätigt, dass es bisher zu keinerlei Einschränkungen in der Medikamentenversorgung im Sana-Klinikum gekommen sei.

Auch Hamelns Apothekensprecherin Birgit Köpps-Padberg konnte keine vermehrten Lieferengpässe in der letzten Zeit feststellen. Sie spricht von einem generellen Problem, das durch Rabattverträge, die zwischen Krankenkassen und Arzneimittelunternehmen geschlossen werden, entstehe. „Wenn ein Medikament, das eine Krankenkasse durch einen Rabattvertrag vorschreibt, nicht lieferbar ist, bedeutet das für die Apotheken großen bürokratischen Aufwand“, sagt Köpps-Padberg. Die Patienten würden zwar mit Medikamenten von anderen Herstellern versorgt, für die Apothekenmitarbeiter bleibe aber viel Papierkram zu erledigen, da jeder Lieferengpass akribisch dokumentiert werden müsse. „Früher, als es noch keine Rabattverträge gab, war vieles einfacher“, findet die Hamelner Apothekensprecherin.

Sandra Bönicke, Fachkraft für Anästhesie und Intensivpflege im Sana-Klinikum, kontrolliert täglich die Medikamentenbestände auf der Intensivstation – bisher gab es dort keine Lieferschwierigkeiten.

Foto: pr



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