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Verschwieg Wulff geselligen Kochabend mit Fard?

veröffentlicht am 12.01.2012 um 17:55 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:34 Uhr

Fard + Wulff

Hameln/Köln (fd). Wie eng waren die Kontakte des heutigen Bundespräsidenten Christian Wulff zum in Insolvenz gegangenen früheren Hamelner Cemag-Chef Ali Memari Fard wirklich? Nach Recherchen des ARD-Politik-Magazins „Monitor“ wurde dem niedersächsischen Landtag anscheinend ein weiteres Mal die Wahrheit vorenthalten bezüglich persönlicher Kontakte des damaligen Ministerpräsidenten Wulff zu umstrittenen Unternehmern.

Auf eine parlamentarische Anfrage der SPD-Landtagsfraktion, wie oft der ehemalige Ministerpräsident Kontakt mit dem Hamelner Pleite-Unternehmer Fard gehabt habe, gab die Landesregierung an, es habe nur zwei Kontakte gegeben: einmal beim 50. Geburtstag des Unternehmers und einmal bei der Einweihung einer Gesteinsmühle. Tatsächlich gab es aber nach „Monitor“-Recherchen offenbar mindestens einen weiteren, privaten Besuch Wulffs bei Fard in dessen Villa in Welliehausen. Im Jahr 2008 habe der damalige Ministerpräsident an einem geselligen „Kochabend“ in Fards Villa teilgenommen, teilte der Gastgeber Ali Memari Fard „Monitor“ schriftlich mit. An dem privaten Kochabend haben auch noch andere Delegationsteilnehmer teilgenommen.

Wulffs persönliche Nähe zu Fard ist vor allem deswegen bemerkenswert, weil der Chef der Unternehmensgruppe Cemag mit seinem Firmen-Imperium in den vergangenen Jahren Millionen an Subventionen und Landesbürgschaften des Landes Niedersachsen erhielt. Im Jahr 2009 eröffneten die Fard-Unternehmen Insolvenzverfahren. Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt unter anderem wegen Insolvenzverschleppung und mehrfachen Betruges.



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