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Nach einem Tag Suche wieder bei Frauchen

Verschollene Hündin „Franka“ wieder da

HAMELN. Glückliches Ende einer dramatischen Suche. Die seit Donnerstag verzweifelt gesuchte Hündin „Fanka“ ist wieder bei ihrer Besitzerin Dagmar Heller aufgetaucht. Zwei junge Leute haben sie am frühen Freitagnachmittag in der Nähe des Kletterparks gefunden.

veröffentlicht am 17.05.2019 um 11:09 Uhr
aktualisiert am 17.05.2019 um 21:10 Uhr

Sechs Jahre alte Franka war seit Donnerstag im Klütwald verschwunden. Foto: pr

Autor:

Birte Hansen-Höche und Jens-Thilo Nietsch
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Es ist die pure Erleichterung und Freude, die in der Stimme von Dagmar Heller zu hören und zu erkennen ist. „Ich bin so fröhlich und glücklich, das kann man sich nicht vorstellen“, beschreibt Heller ihre Gefühlslage, kurz nachdem ihre Hündin „Franka“ endlich wieder aufgetaucht ist.

Was war passiert? Donnerstag gegen 10.30 Uhr, erzählt Heller, war passiert, wovor jedem Hundebesitzer graut: der Hund haut ab. „Sie war mit einem Gassi-Service unterwegs, und Franka hatte eine Wildspur aufgenommen.“ Was bei einem Jagdhund, der Franka ist, so viel heißt wie: richtig schnell und weg. Der Gassi-Gängerin, die noch weitere Hunde dabeigehabt habe, sei dann die Schleppleine durch die Hand gerutscht.

Das Problem: Franka hätte sich mit der Schleppleine im Wald schnell im Unterholz verheddern können, sodass sie – selbst wenn sie auf die Stimme ihres Frauchens hätte reagieren wollen – im schlechtesten Fall nicht von ihrem Platz wegkommen wäre.

Wieder ein Herz und eine Seele: Dagmar Heller mit ihrer Hündin Franka. Foto: pr

Was folgte, war ein Hilfeaufruf über Facebook. Zahlreiche Menschen hatten darauf reagiert und über dieses Medium ihre Hilfe angeboten, selbst mitzusuchen und hatten dies sogar eigenständig schon getan. Eine riesige Welle der Anteilnahme.

Aber das stundenlange Suchen hatte nicht zum Erfolg geführt. „Ich hatte dann K 9 benachrichtigt“, so Dagmar Heller. Dahinter stehen Männer und Frauen, die mit ihren ausgebildeten Hunden sowohl nach vermissten Menschen als auch nach vermissten Tieren suchen.

„Die Frau dort hatte mir den Tipp gegeben, ich solle eine Spur legen.“ Denn wenn sie selbst weiterhin im Wald umhergestreift wäre und damit x Spuren gelegt hätte, sei das für den Hund wie eine Autobahn, die ihn völlig verwirrte.

Am frühen Freitagnachmittag der erlösende Moment. Dagmar Heller fuhr zu der Stelle, an der Franka ausgebüxt war, bewaffnet mit Plakaten von ihrer geliebten Hündin. Ein junges Pärchen spazierte auf Heller zu, die sofort das Plakat zückte und bat, die Augen nach Franka offenzuhalten. Das Pärchen reagierte prompt: „Die haben das sofort mit dem Handy abfotografiert, die jungen Leute haben ja heutzutage alles immer sofort parat“, erzählt die 68-jährige.

Eine knappe halbe Stunde später, Dagmar Heller war schon wieder zu Hause, kam dann der Anruf, auf den sie so sehr gewartet hatte. „Das Pärchen rief mich an und meinte, sie hätten wahrscheinlich meinen Hund gefunden. Ich habe gedacht, mein Herz bleibt stehen, das kann man nicht beschreiben“, erklärt Heller den Moment, immer noch merklich bewegt.

Am Klettergerüst am Finkenborn traf sie dann wieder auf das Pärchen und auf ihre Franka, die ohne Leine umher lief. „Sie war ein bisschen dreckig und ein bisschen verwirrt, aber insgesamt geht es ihr gut“, berichtet Heller erleichtert.

Zu Hause angekommen, drehte Franka dann auch gleich erst mal eine Runde im Garten und stattete dem Futternapf einen längeren Besuch ab, berichtet Heller. Dem Pärchen, das namentlich nicht genannt werden möchte, habe sie Geld als Dankeschön angeboten, dies sei aber freundlich abgelehnt worden. Trotzdem hat sich Dagmar Heller fest vorgenommen, in anderer Form Danke zu sagen, bestimmt auch im Namen von Franka.



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