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An der Biogasanlage kann es gefährlich werden

Verschmutze Fahrbahn der B 1 nervt Autofahrerin

Afferde (tis). Fast täglich zweimal kommt Claudia Ulrich aus Coppenbrügge auf der Bundesstraße 1 an der Biogasanlage bei Afferde vorbei. In jüngerer Zeit hat sie sich dabei häufig geärgert. Nicht nur, dass gefährliche Situationen durch abbiegende Treckergespanne entstehen, beklagt sie, auch sei die Fahrbahn häufig stark verschmutzt. Einmal habe sogar ein hochgeschleuderter Stein ihre Windschutzscheibe beschädigt. „Nur dank der Verbundglasscheibe landete er nicht an meiner Stirn“, betont die Coppenbrüggerin. Die mobilen Schilder, die auf die Verschmutzung hinweisen sollen, würden oft umfallen und lägen tagelang am Straßenrand.

veröffentlicht am 12.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 16:21 Uhr

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Friedrich Hake, Geschäftsführer der Biogasanlage, entgegnet, es lasse sich nicht immer vermeiden, dass es im Umfeld eines solchen landwirtschaftlich ausgerichteten Betriebs zu entsprechenden Verschmutzungen kommt. In diesem Jahr habe zudem die Maisernte wegen des anhaltenden Regens vier statt der üblichen zwei Wochen gedauert. „Wir waren aber immer bemüht, Verschmutzungen auf der B 1 schnell wieder zu beseitigen“, versichert der Chef der Anlage, „dazu steht auf dem Gelände ein Radlader mit einer besonderen Kehrvorrichtung bereit.“ Dass die Warnschilder bei kräftigem Wind umfallen, könne nicht ausgeschlossen werden. Der Betrieb habe nicht die Möglichkeit, „ständig jemanden abzustellen, der die Schilder überwacht“.

Den geschilderten Steinschlag bedauert Hake. Er merkt aber an, dass die B 1 auch von vielen anderen Lastwagen und Traktoren benutzt wird. „Der Stein muss also nicht zwingend von Fahrzeugen gekommen sein, die uns beliefern“, wiegelt der Geschäftsführer ab. Bislang habe es weder von anderen Verkehrsteilnehmern noch von der Polizei Beschwerden über eine stark verschmutzte B 1 gegeben. Das bestätigt die Polizei. Sie bittet zu beachten, dass in der Herbstzeit bei nassem Wetter und früher Dunkelheit überall ein besonderes Augenmerk auf landwirtschaftlichen Ernteverkehr gerichtet werden sollte.

Zu der Frage von Claudia Ulrich, ob eine solche Biogasanlage denn an einer viel befahrenen Straße liegen muss, bemerkt Friedrich Hake: „Eine gute Verkehrsanbindung ist für solch eine Anlage mit Lieferverkehr wichtig. Und da macht eine Bundesstraße mehr Sinn, als wenn unser Verkehr über kleine Nebenstraßen oder sogar durch Baugebiete rollen müsste.“

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