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Klimabotschafter aus Grönland und Malawi zu Gast

Verschiedene Länder, aber gleiche Probleme

HAMELN. Besuch aus zwei fernen Ländern empfing die Kinderleicht-Akademie, die unterschiedlicher nicht sein können. Peter Frederik Olsen aus Grönland und Joseph Kenson Sakala aus Malawi waren über das Jugendumweltbüro Hannover zu Gast und berichteten vom Leben in ihren Ländern, die unterschiedlichen Kulturen und die Auswirkungen des Klimawandels.

veröffentlicht am 07.03.2018 um 13:59 Uhr
aktualisiert am 07.03.2018 um 15:30 Uhr

Achim Riemann (re.), vom Jugend-Umwelbüro Hannover und als Dolmetscher in Hameln, mit Joseph Kenson Sakala aus Malawi (li.) Foto: ch

Autor:

Christian Hofer
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Der Name Grönland leitet sich vom Englischen Wort für Grün ab. Dass es in Grönland aber nur im Sommer und auch nur im Süden wirklich grün ist, wird schnell klar. Denn die größte Insel der Erde ist zu etwa 80 Prozent mit Eis bedeckt und erreicht im Sommer eine Durchschnittstemperatur von acht Grad Celsius. Zwar ist Grönland mehr als sechsmal so groß wie Deutschland, es leben aber insgesamt nur etwa 56 000 Einwohner auf Kalaallit Nunat – so heißt die Insel auf Grönländisch. Das sind also gerade einmal so viele Menschen, wie in ganz Hameln mit seinen Vororten.

Eine weitere Besonderheit auf Grönland sind die Sonnenphasen der verschiedenen Jahreszeiten. Während die Sonne im Sommer für etwa zwei Monate nie ganz unter geht und es immer etwas hell ist, geht sie im Winter gar nicht erst auf.

Viel sonniger und wärmer ist es hingegen in Malawi in Südostafrika. Hier leben auf noch nicht einmal der Hälfte der Fläche Deutschlands etwa 18 Millionen Menschen. Dabei teilt sich das Land in mehrere Regionen und Völker mit ihren eigenen Sprachen auf. In Malawi befindet sich der Malawisee, der neuntgrößte See der Erde. Hier tummeln sich viele bunte Fische, die man bei uns nur in großen Aquarien zu sehen bekommt. Auch an Land gibt es viele tierische Bewohner, die wir höchstens aus dem Zoo kennen. Besonders ist in Malawi die Einteilung der Jahreszeiten. Während wir bei uns den Frühling, Sommer, Herbst und Winter kennen, gibt es dort einen Sommer, einen Winter und eine Regenzeit. In dieser Phase von November bis April fallen gut 95 Prozent des Gesamtniederschlags eines Jahres vom Himmel. Da die Menschen in Malawi überwiegend von der Landwirtschaft leben, ist diese Regenzeit besonders wichtig. Durch die Erderwärmung und den damit verbundenen Klimawandel verkürzt sich diese aber immer mehr. Während der Regen vor 50 Jahren noch gute sieben Monate fiel, sind es heute nur noch vier bis fünf. Der hierdurch oft zu trockene Boden kann Regenmassen oft nicht ausreichend aufnehmen, wodurch es wiederum zu Überschwemmungen kommt.

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In Grönland gibt es durch die weltweit steigenden Temperaturen ein anderes Problem: die Eisschmelze. Die Fläche, die im kompletten letzten Jahrhundert geschmolzen ist, ist in diesem Jahrhundert bereits in den ersten zehn Jahren verschwunden. Das ewige Eis taut also immer schneller ab und verringert somit auch den Lebensraum der Eisbären.



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