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Bauherren und Besitzer bestehender Immobilien sollen auf hohe Effizienz achten

Verschärfte Regeln zum Energiesparen

Hameln (roh). Mit der ab 1. Oktober geltenden verschärften Energieeinsparverordnung (EnEV) werden Hauseigentümern und künftigen Bauherren erweiterte Vorschriften gemacht. In zwei Schritten sollen bis zum Jahr 2012 die Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden in Deutschland um je 30 Prozent erhöht werden. Beim Stichwort Energie denken die meisten Bauherren in erster Linie an die Heizkosten, berichtet Thomas Schierschke. Der Diplomingenieur berät in seinem Büro in Hameln zunehmend auch Eigentümer von vermieteten Immobilien. Der Energiepass zeige seine positive Wirkung, stellt er fest. Nach Beobachtung der Fachleute ist der Energiepass bei Vermietungen mittlerweile ein wichtiges Dokument. Mieter achteten sehr genau darauf, ob sie mit hohen oder niedrigen Heizkosten rechnen müssen.

veröffentlicht am 29.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 11:41 Uhr

Die gute Dämmung eines Hauses zahlt sich aus – für Bauherr
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Markus Baukmeier, Geschäftsführer einer Hamelner Fertighausfirma, betont, dass schon beim Bau durch die Wahl des Materials bis zu 65 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden können. Er verweist auf eine Studie der Zeitschrift „Mikado“: Verglichen wurden drei Einfamilienhäuser, je eines in Beton-, Holz- und Ziegelbauweise. Dabei wurde festgestellt, dass unter Berücksichtigung aller Produktions- und Herstellungsprozesse das Holzhaus die beste Ökobilanz aufweise. Schierschke ergänzt, gerade der beliebte Dämmstoff Styropor werde auf Erdölbasis unter Einsatz großer Energiemengen produziert. Für die Ökobilanz sei das schlecht, aber zu berücksichtigen sei auch: „Die Dämmeigenschaften von Styropor sind sehr gut, und das Material ist sehr günstig.“

Von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) werden sowohl energieeffiziente Sanierungen von Altbauen gefördert wie auch Neubauten, die die Vorgaben aus der EnEV unterschreiten. An der Menge der eingesparten Energie bemisst sich die Fördersumme. Bei der Antragstellung sei ein Formulardschungel zu bewältigen, wie die Fachleute anmerken. Allerdings werden 50 Prozent der Kosten einer Vor-Ort-Beratung übernommen.

Baukmeier weist auf eine Schwäche der EnEV hin: „Einer der wichtigsten Parameter bei der Berechnung der Energieeffizienz ist das Verhältnis zwischen zu beheizendem Volumen und Außenfläche des Objektes.“ So ergebe sich bei der Planung mitunter erst durch eine Vergrößerung des Gebäudevolumens eine Fördermöglichkeit. „Das ist abstrus“, meint der Unternehmer.



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