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Straßenführung an Hamelner Baustellen sorgt für Verwirrung

Verloren in der Fahlte

Hameln. Die Stadt lässt derzeit im Bereich der Fahlte die Regenwasserkanäle erneuern. Die Straße wird während der Arbeiten zur Einbahnstraße. Schilder, die darauf hinweisen sollen, sind allerdings schwer zu sehen. Immer wieder werden Autofahrer von der Durchfahrtssperre überrascht.

veröffentlicht am 27.06.2016 um 17:41 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:50 Uhr

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Autor:

Michael Zimmermann Und Diana Koschorreck
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Für Verwirrung sorgte am vergangenen Wochenende die Verkehrsführung an der Fahlte: Direkt im Kreuzungsbereich zum Ilphulweg standen Autofahrer, die von der Kreuzung Schillerstraße kamen, vor einem Durchfahrverbot. Der Grund: Die Stadt lässt im Bereich der Fahlte die Regenwasserkanäle erneuern. Die Straße wird während der Arbeiten in Richtung Basbergstraße zur Einbahnstraße, seit Freitag sperren Leitbaken eine Hälfte der Fahrbahn ab.

Die Schilder, die darauf hinweisen sollen, sind allerdings schwer zu sehen. Sowohl Ortskundige, die nach Gewohnheit fahren, als auch Auswärtige, die ihrem Navi glauben, werden dann abrupt gestoppt und müssen direkt vor der Kurve wenden. Einige Lkw seien auch schon stumpf weitergefahren, erzählt unser Leser Thomas Haeckel, der sich über die schlechte Planung ärgert. Er habe bereits am Mittwoch mit der Bauverwaltung telefoniert und auf das Problem aufmerksam gemacht. Daraufhin sei auch erst einmal alles wieder abgebaut worden – um dann Freitag wieder aufgebaut zu werden. Baugeräte oder gar Bauarbeiter habe Haeckel dort aber noch nicht gesehen.

Die mangelhafte Ausschilderung sorge außerdem dafür, dass ein großer Teil der Fahrer am Ende des Ilphulwegs erst einmal den richtigen Weg suchen muss.

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  • Auch die Verkehrsführung am Fort Luise ist geändert.
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  • Pkw-Ballett an der Kreuzung Ilphulweg-Fahlte: Ein Auto muss wenden, zwei andere müssen warten. Foto: pr

Am Montag reagierte die Stadt, bis zum Nachmittag sollte die verantwortliche Baufirma die Beschilderung so nachbessern, dass schon im Kreuzungsbereich zur Schillerstraße die Umleitung erkennbar ist, sagte Sprecherin Janine Herrmann. Eine Baustellenampel, wie Haeckel sie vorschlägt, werde es aber nicht geben. Dafür werde die Straße zu viel befahren.

Auch auf der Bundesstraße 83 wundern sich die Autofahrer zurzeit über die Baustellenbeschilderung. Durch die Bauarbeiten am Ohrberg ist die Straße Richtung Emmerthal bekanntlich spätestens hinter der Kreuzung B 83/ Talstraße bis Dezember voll gesperrt. Aber die Verwunderung beginnt schon gut 800 Meter weiter vorn – am Fort Luise. Auf der eigentlich zweispurigen B 83 werden hier alle Autofahrer auf die rechte Fahrspur umgeleitet, nur um gefühlte 20 Meter weiter wieder beide und zusätzlich die Wendespur zur Verfügung zu haben.

Auf den ersten Blick sieht es so aus, als passiere dies einzig und allein deshalb, um Platz für die LED-Anzeigetafel zu schaffen, die auf die bevorstehende Straßensperrung und die Umleitung hinweist. Die stellvertretende Leiterin des Geschäftsbereichs Hameln der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Uta Weiner-Kohl erklärt: „So erreichen wir eine eindeutige Verkehrsführung.“ Dadurch, dass alle rechts fahren würden, sei es den Autofahrern möglich, erst in letzter Sekunde die Umleitung zu erkennen und abzubiegen. Wären sie in diesem Moment auf der linken Spur, kämen sie möglicherweise nicht mehr rechtzeitig rüber, so Weiner-Kohl. Vorbei am Fort Luise auf der B 83 Richtung Klein Berkel wundert sich der Hamelner mitunter wieder über die Verkehrsführung. Hier werden die Autos zunächst auf die linke Geradeaus-Spur geleitet, nur um dann ein kurzes Stück weiter gesammelt wieder rechts abzubiegen, weil die Strecke geradeaus bekanntermaßen gesperrt ist. Eine einspurige Verkehrsführung sei an dieser Stelle aus Verkehrssicherheitsgründen zur Vermeidung von Gefahren unabdingbar, sagt Uta Weiner-Kohl.

Warum dann nicht gleich die linke Spur gesperrt würde und alle von vorneherein auf der Rechtsabbiegerspur führen, erklärt sie so: „Der Kreuzungsbereich nach links zum ehemaligen Gebiet Wouldham der Engländer sollte angeschlossen bleiben.“ Wäre die Geradeaus-Spur gesperrt, könnte hier niemand mehr links abbiegen.



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