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Comedian erfreut Fans in Hameln

Verlockend - Atze Schröder schaltet Turbo ein

HAMELN. Ein Porsche parkt nicht neben der Rattenfänger-Halle. Dennoch, der Ruhrpott-Proll ist da. Äußerlich so, wie man Atze Schröder kennt: mit markantem Lockenhelm, blau getönter Sonnenbrille, ausgewaschener Jeans, protziger Gürtelschnalle und Cowboystiefeln.

veröffentlicht am 25.11.2018 um 15:41 Uhr
aktualisiert am 26.11.2018 um 17:25 Uhr

Comedian Atze Schröder hört einmal seinen Fans zu. Foto: fn
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite

Als Bühnenoptik für sein Programm „Turbo“ halten lediglich vier zwischenzeitlich rauchende Triebwerke her. Mehr braucht der gewitzte Vielsprecher eh nicht. Auch nicht in Hameln, dem „Monaco der Bundesrepublik“ und dem „Kitzbühel Westeuropas“, wie er sich anfangs beim Publikum in der ausverkauften Halle einschleimt.

Alles Atze, also? Nicht ganz. Derb ist er zwar noch immerund bugsiert seine Fans „turbo“-lent durch versaute Witze, spottet über großspurige Statussymbole und stichelt gegen besondere Exemplare der Gattung Mensch. Etwa Fußballstars wie dem Brasilianer Neymar, der für 222 Millionen Euro Ablöse in Paris dem Ball nachjagt.

Paris Saint-Germain klinge wie ein „Puff“ in Bad Pyrmont, holt der Komiker ein wenig Lokalkolorit in die Halle. Und das alles kommt von dem Mann, dem früher sein Porsche am nächsten stand. Atze , so scheint , ist nachdenklich geworden.. Er spottet über die Turbo -Mentalität in der Gesellschaft („Turbo-Abi, Turbo-Sex und Turbo-Kapitalismus“). Auch „ Helikoptereltern“, die ihren Nachwuchs zur Sicherheit mit dem Wagen in die Kita bringen kriegen ihr Fett ab. („Eine Feinstaubbelastung, als hätten drei Aida-Schiffe vor der Kita festgemacht“. „Da stehen 50 Allrad-Auto. Die Mütter können doch nicht alle Försterinnen sein). Die Antwort, warum Atzes Programm den Titel „Turbo“ hat, erschließt sich seinen Fans spätestens, als über der Bühne schließlich das Licht ausgeht und sie nach Hause gehen: Rasend schnell waren zwei Stunden mit dem legendären Sprücheklopfer vorbei gegangen.



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