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Lehrerpreis 2011 geht an Dr. Anja Schmidt / 20 000 Euro für den Förderverein

Verleihung der „HLA-Oscars“ ganz ohne Show

Hameln. Nur das Schaulaufen auf dem roten Teppich fehlte, ansonsten geriet die Verleihung der drei Schülerpreise und des Lehrerpreises, den sogenannten „HLA-Oscars“, ganz nach dem großen Vorbild. Im Forum der Handelslehranstalt begrüßte Schulleiter Bernd Strahler dazu die „goldenen Abiturienten“ des Abi-Jahrgangs 1961, unter ihnen den ehemaligen ARD-Südosteuropa-Korrespondenten Peter Miroschnikoff, der in seinem Festvortrag die Notwendigkeit medienkritischer Erziehung angesichts eines zunehmend „mainstream-orientierten Journalismus“ hervorhob. Im Mittelpunkt stand jedoch die Verleihung der drei Schülerpreise sowie des zum vierten Mal verliehenen, mit 1000 Euro dotierte Jürgen-Him-stedt-Lehrerpreises.

veröffentlicht am 08.07.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 09:41 Uhr

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Autor:

Ernst August Wolf
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„Er ist beliebt und bekannt wie ein buntes Huhn“, so Joachim Storch, Vorstandsmitglied der Sparkasse Weserbergland, über den Preisträger für „schulische Leistungen im Vollzeitbereich“, Constantin Grosch. Der habe – obgleich infolge einer Behinderung an den Rollstuhl gefesselt – sowohl an der Klassenfahrt nach Liverpool teilgenommen wie vor allem durch die Leitung einer Expertendiskussion zur Energie-Thematik im April von sich reden gemacht.

Ihr habe Lernen und Leistung einfach Spaß gemacht, so die 22-jährige Alena Marahrens, der der BHW-Postbank Generalbevollmächtigte Wilhelm Wielage den Preis für „bemerkenswerte schulische Leistungen in der Berufsschule“ aushändigte. Ihre Mutter habe ihr gesagt, sie solle doch mal auf die HLA-Homepage schauen. Dort habe sie dann völlig überrascht ihren Namen als Preisträgerin gefunden, berichtete die Kauffrau für Dialogmarketing, die jetzt in Paderborn ein Lehramtsstudium aufnehmen will. „Vielleicht bin ich dann in fünf Jahren wieder hier.“

Für sein „vorbildliches soziales Engagement“ wurde Waldemar Spenst vom Stadtsparkassen-Vorstandsmitglied Klaus Tobisch geehrt. Der große, 24-jährige Mann, genannt „Kuschelbär“, hat gemeinsam mit seiner Klasse den Tod eines Mitschülers verarbeiten müssen und sich im Nachhilfebereich stark engagiert. „Wir hier an der HLA sind in der Regel etwas älter, etwas reifer und haben eine gute Gemeinschaft. Bei uns zählt der Mensch.“

Dann hieß es stilecht „and the winner is …“ – Dr. Anja Schmidt. Die 43 Jahre alte Pädagogin, Mutter von vier Kindern im Alter von 14, 13, sieben und sechs Jahren, ist die aus fünf Nominierten ausgewählte Preisträgerin des Jürgen-Himstedt-Lehrerpreises. Seit 2003 unterrichtet sie als Teamleiterin an der Berufsfachschule verschiedene Wirtschaftsfächer und evangelische Religion. Durch die mit ihren Schülern veranstaltete Nikolaus-Verkaufsaktion, mit der einer Patenschülerin in Sierra Leone der Schulbesuch ermöglicht wird, und vielen anderen außerschulischen Aktionen ist die HLA-Lehrerin, die vorher an einer deutschen Schule in Südamerika tätig war, hervorgetreten. „Es kommt mir dabei vor allem auf ganzheitliche Menschenbildung an“, stellte sie klar und spendete das Preisgeld für schulinterne Fördermaßnahmen und den Förderverein.

Dessen Vorsitzende, Stadtwerke-Geschäftsführerin Susanne Treptow, hatte noch nie einen so großen Spendenscheck in Empfang nehmen dürfen wie den des Lehrerpreis-Initiators. Jürgen Him-stedt, ebenfalls „goldener Abiturient“ und langjähriger Vorstandschef eines des weltweit größten Baustoffherstellers, spendete 20000 Euro. Der Diplom-Kaufmann ist überzeugt: „Es kommt nicht auf das formale System der Schulorganisation an, sondern einzig auf die Qualität jener Lehrer, die die Kinder zum lebenslangen Lernen motivieren können.“

Gewinner und Sponsoren der Schüler- und Lehrerpreise an der Handelslehranstalt.

Foto: eaw



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