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Auch am Wehler Weg brennt es

Verkehrsinseln für Heinestraße – und was ist mit dem Rest?

HAMELN. Nun steht den Verkehrsinseln in der Heinestraße nichts mehr im Wege. Ohne Einwände nahm der Rat am Mittwoch die Info der Stadtverwaltung zur Kenntnis, den Verkehr in der Heinestraße noch in 2018 durch vier Verschwenkungsinseln beruhigen zu wollen. Doch ist diese Maßnahme bloß ein Tropfen auf den heißen Stein?

veröffentlicht am 22.02.2018 um 15:55 Uhr

Nur ein Warnschild weist darauf hin, dass im Wehler Weg mit Kindern zu rechnen ist, weil sie die Straße überqueren müssen, um zum Spielplatz am Wehler Platz zu gelangen. Eine Querungshilfe gibt es an der Straße, die viele als Abkürzung in die Nordsta
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Eine Bürgerin hatte in der Einwohnerfragestunde, die der Ratssitzung voranging, das Vorhaben in der Heinestraße zwar begrüßt, aber darauf hingewiesen, dass es in unmittelbarer Nähe einen weiteren verkehrlichen Brennpunkt gebe, und zwar gleich hinter dem Bahnübergang. „Für Kinder ist es schwer, den Wehler Weg zu überqueren, um auf den Spielplatz am Wehler Platz zu kommen“, sagte sie. Auch den älteren Anwohnern – nicht zuletzt befindet sich an der Ecke Wehler Weg/Wehler Platz ein Altenheim – falle es mitunter schwer, den Wehler Weg zu überqueren, weil sich viele Autofahrer nicht an das vorgeschriebene Tempolimit von 30 Stundenkilometern hielten. Zumal der Wehler Weg „die Abkürzung schlechthin“ sei, um in die Nordstadt zu gelangen. In der Vergangenheit habe es zwar immer mal wieder Geschwindigkeitsmessungen gegeben, aber seit zwei Jahren nicht mehr. „Da wundert man sich, weshalb nun an der Heinestraße etwas getan wird, aber am Wehler Weg nicht“, sagte die Hamelnerin.

Stadtbaurat Hermann Aden reagierte darauf direkt. „Wir können nur eins nach dem anderen machen, aber ich nehme Ihre Anregung mit“, sagte Aden. Die Verkehrsmission werde sich mit dem Wehler Weg zu beschäftigen haben. „Allerdings gibt es sehr viele Straßen im Stadtgebiet, die ähnlich belastet sind“, gab der Stadtbaurat zu bedenken.

Eine dieser Straßen wurde ebenfalls im Rahmen der Einwohnerfragestunde von einer anderen Bürgerin genannt. „An der Fischbecker Straße beziehungsweise Fischbecker Landstraße haben Radfahrer es sehr schwer, über die Straße zu kommen“, sagte sie vor allem mit Blick auf die Einmündung der Fontanestraße und den Bereich des Upnor-Geländes. Tatsächlich ist die Fischbecker (Land-)Straße als Bundesstraße eine der am stärksten befahrenen Straßen im Stadtgebiet. Doch Ampeln gibt es lediglich auf Höhe des Forster Weg und des Reher Wegs – dazwischen liegt ein knapper Kilometer ohne jegliche Querungshilfe für Radfahrer oder Fußgänger. Das Problem solle nun von der Fahrradbegleitkommission in den Blick genommen werden, teilte Stadtbaurat Hermann Aden gestern auf Nachfrage mit.

Weitere mit der Heinestraße oder dem Wehler Weg vergleichbar belastete Straßen seien zum Beispiel, wie Aden sagt, der Breite Weg, der Entengang oder die Goethestraße. Sogenannte Anliegersammelstraßen, für die noch keine verkehrsberuhigenden Maßnahmen getroffen worden sind. Dafür gebe es auch noch kein Konzept, räumt Aden ein. Langfristig werde man sich aber damit befassen.

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