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Lippmann und Treptow unterzeichnen Konzessionsvertrag / Stadtwerke ab 2012 auch für 300 Kilometer Leitungen in den Ortsteilen zuständig

Verhandlungen um den Kauf des Stromnetzes beginnen erst jetzt

Hameln (ni). Mit der Unterschrift unter den Konzessionsvertrag ist offiziell besiegelt, was der Hamelner Rat bereits am 25. Mai beschlossen hat: Die Stadtwerke Hameln sind ab Januar 2012 für die nächsten 20 Jahre Betreiber des rund 300 Kilometer langen Stromnetzes in den Ortsteilen der Stadt. Neben den Stadtwerken hatte sich auch der bisherige Netzbetreiber e.on Westfalen Weser um die Lizenz beworben, war in dem Bieterverfahren dem städtischen Tochterunternehmen jedoch unterlegen.

veröffentlicht am 11.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 05:41 Uhr

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Der Konzessionsvertrag räumt dem Energieversorger das Recht ein, für die Verlegung und den Betrieb von Leitungen öffentliche Verkehrsflächen zu nutzen und verpflichtet ihn im Gegenzug zur Zahlung einer Konzessionsabgabe. Deren Höchstgrenze ist gesetzlich geregelt und bemisst sich im Wesentlichen am Stromverbrauch. Im städtischen Haushalt schlägt sich diese Abgabe jedes Jahr mit einer Einnahme in Höhe von zwei Millionen Euro nieder. An diesem Betrag werde sich auch durch den Wechsel des Netzbetreibers nichts ändern, sagte Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann gestern bei der Vertragsunterzeichnung. So wie e.on den zulässigen Höchstbetrag gezahlt habe, würden das künftig auch die Stadtwerke tun.

Dem heimischen Energieversorger stehen jetzt Verhandlungen mit e.on bevor. Geschäftsführerin Susanne Treptow geht mit einer klaren Vorgabe in die Gespräche: „Wir müssen e.on das Netz abkaufen, aber mehr als den kalkulatorischen Restbuchwert sind wir nicht bereit zu zahlen.“ Um welche Größenordnung es sich dabei handelt, könne sie heute noch nicht abschätzen, sondern wisse sie erst nach einer entsprechenden Anfrage, „die in den nächsten Tagen erfolgt“. Der Konzern sei dazu verpflichtet, Auskunft über diesen Wert zu geben. Auch über den Zustand des e.on-Netzes wollte die Geschäftsführerin sich nicht auslassen. „Das meiste liegt unter der Erde, das können wir uns nicht ansehen“, so Treptow. Die Geschäftsführerin rechnet allerdings nicht damit, dass e.on sich ohne weiteres auf das Angebot der Stadtwerke einlässt: „Die werden damit vermutlich nicht zufrieden sein und mehr fordern.“ In der Regel, weiß auch Lippmann, „enden diese Verhandlungen vor Gericht und dort wird der Preis festgelegt“.

Als neuer Netzbetreiber in den Hamelner Ortsteilen werden die Stadtwerke zuständig für 300 Kilometer Netz, 5500 Hausanschlüsse und 11 000 Stromzähler. Mit Gas und zumeist auch Wasser haben sie die Haushalte außerhalb der Kernstadt auch in der Vergangenheit schon versorgt. Und dem Stromlieferanten e.on in den Ortsteilen inzwischen auch schon 3800 Kunden abspenstig gemacht. Ehrgeiziges Ziel der Stadtwerke: „In den nächsten Jahren die 50-Prozent-Marke zu knacken.“

Für die Stadt Hameln sind die in der Region verankerten Stadtwerke laut Lippmann „der ideale Partner“ für eine lokale Energiepolitik. Als Mutter des 100-prozentigen Tochterunternehmens könne die Kommune nicht nur Einfluss nehmen auf den Ausbau einer dezentralen Energieversorgung und Investitionen in erneuerbaren Energien. Auch die Wertschöpfung bleibe vor Ort „und kommt somit allen Bürgern zugute“, so die Oberbürgermeisterin.

Für Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann (re.) sind die Stadtwerke mit Geschäftsführerin Susanne Treptow „der ideale Partner“ der Stadt.

Foto: er



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