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Verhaltene Hoffnung auf etwas Wachstum

veröffentlicht am 12.01.2010 um 17:01 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:37 Uhr

Hameln (HW). Ganz allmählich, so schätzt die Europäische Notenbank EZB, soll sich im Jahr 2010 die deutsche Wirtschaft von der weltweiten Krise erholen. Die Zahl der Arbeitslosen jedoch könnte auf vier Millionen steigen. Allerdings hat die deutsche Wirtschaft den Weg aus dem Konjunkturtal angetreten. Erwartet wird ein reales Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent, und auch die Hamelner Unternehmen üben sich in vorsichtigem Optimismus.
 „Wir sehen 2010 positiv entgegen, konnten 2009 trotz Krise den gleichen Umsatz wie 2008 erzielen und so ein schweres Jahr mit einem guten Ergebnis überstehen“, sagt Theo Brandes, Geschäftsführer der Stephan Machinery GmbH, die weltweit zu den führenden Unternehmen für Nahrungsmittelmaschinen zählt. Für seine Branche hat Brandes positive Signale vom Markt empfangen. Die will er nun in Umsatz umsetzen.
 Etwas verhaltener blickt Ulrich Meyer für sein weltweit agierendes Unternehmen Ha-Be Betonchemie in die Zukunft. Der Geschäftsführende Gesellschafter rechnet mit einem fünf- bis zehnprozentigen Umsatzrückgang im Baugewerbe und sieht sich als international tätiger Hersteller von Betonzusatzmitteln, Betonfarben und Oberflächenschutz-Systemen vor einem „wirtschaftlich weit schwieriger werdenden Jahr als 2009“. 

 Mit vorsichtiger Zuversicht blickt auch Vorwerk in die Zukunft. „Der Markt für Teppichbodenhersteller bleibt weiterhin angespannt. Durch die in 2009 durchgeführte Restrukturierung wurde jedoch die Kostenbasis für ein erfolgreiches Abschneiden in 2010 gelegt“, berichtet der kaufmännische Leiter Andreas Schubert. Darüber hinaus beabsichtige das Unternehmen mit weiteren neuen und interessanten Produkten, Aktivitäten, Kooperationen und Innovationen, den Führungsanspruch im hochwertigen Nischenmarkt ausbauen.

 Restrukturiert hat sich auch die Vogeley GmbH. Dazu zählten unter anderem Veränderungen in den Produktionsabläufen des führenden Herstellers und Direktvertreibers von Lebensmitteln für die Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie. 

 „Wir rechnen nach 25 Prozent Wachstum im Jahr 2009 für 2010 mit einem verhaltenen Wachstum. Geschuldet ist dies vor allem der Konsolidierungsphase, die nach dem Bau der neuen Sterilfabrik am Standort Hameln auch 2010 noch anhält. Wir haben mehr als einen halben Jahresumsatz in diesen Neubau investiert. Diese Ausgabe gilt es nun, schrittweise in die Profitabilität zu führen“, gibt sich Christoph Kerstein, Geschäftsführender Gesellschafter und Inhaber der Hameln Group, optimistisch. Der Umzug der Produktion in den Neubau sei weitgehend abgeschlossen. „Allerdings haben wir uns noch 2009 entschieden, in eine neue Abfüllanlage zu investieren, um der Marktnachfrage gerecht zu werden. Diese Anlage wird im März geliefert, dann montiert und bis Mitte des Jahres in Betrieb genommen“, erzählt Kerstein und betont, dass diese Investition zunächst noch einmal Kosten verursache und Kapazitäten binde. 

 Trotz schwieriger konjunktureller Entwicklungen und einem zu erwartenden Anstieg der Arbeitslosigkeit sieht BHW/Postbank für 2010 gute Marktchancen. Dies vor allem in den Bereichen Altersvorsorge, Modernisierung/Energiesparmaßnahmen und Bausparen für junge Leute. „Wir setzen auf Umsatzzuwächse im Bausparen und eine stabile Neugeschäftsentwicklung in der Baufinanzierung darüber hinaus streben wir weitere Verbesserungen in der Neugeschäftsqualität an“, umschreibt Unternehmenssprecher Rüdiger Grimmert das Vorhaben.
 Wenn auch Hamelns Unternehmen um Arbeitsplatzsicherung bemüht sind, rechnet Henrik Steen, Geschäftsführer des operativen Bereichs der Agentur für Arbeit in Hameln, mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit als Auswirkung der Finanzkrise: „Der Arbeitsmarkt ist der klassische konjunkturelle Spätindikator, er läuft der tatsächlichen Wirtschaftsentwicklung regelmäßig hinterher.“ Wie groß der Anstieg tatsächlich sein wird, sei letztendlich vom wirtschaftlichen Wachstum abhängig. Steen: „Es ist zu befürchten, dass Betriebe, die nach längerer Phase der Kurzarbeit keine nennenswerten Auftragseingänge verzeichnen, irgendwann Mitarbeiter entlassen müssen“.



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