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Handwerker haben vor 30 Jahren Flaschen eingemauert / Museumsverein registriert erfreuliches Spendenaufkommen

Vergessene Fundstücke im Museum: Bier und Limonade

Hameln (eaw). Wer umzieht, der findet beim Einpacken mitunter längst Vergessenes wieder. So auch im Hamelner Museum. Bei der Jahreshauptversammlung im „Haus der Kirche“ am Pferdemarkt konnten die mehr als 60 erschienen Mitglieder ganz außergewöhnliche Fundstücke bestaunen. Neben zerbrochenen Kacheln und Scherben aus den Grabungen unter dem Museum erregten eine vor rund 30 Jahren von Handwerker eingemauerte, völlig intakte wenngleich leere Liter-Flasche Limonade mit der Aufschrift „Kein Pfand - keine Rückgabe“ sowie eine kleine „ex-und-hopp“-Bierflasche das Interesse der Vereinsmitglieder.

veröffentlicht am 01.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 04:21 Uhr

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Man werde sich in der zweijährigen Sanierungsphase „verstärkt durch andere Aktivitäten wie Vorträge und Exkursionen“ bemerkbar machen, kündigte der Vorsitzende des Museumsvereins, Klaus Arnold, an. Durch die Auslagerung von über 45000 Exponaten ins Depot nach Afferde befinde sich das Museum derzeit „in einer Extremsituation“, die vor allem den Hauptamtlichen viel Arbeit mache. Das neue Museum werde trotz moderner Präsentationsformen „das Ursprungsprofil nicht aus den Augen verlieren“. Originale Objekte seien im Hamelner Museum das Wesentliche. Arnold: „Wir streben kein Service-Center an!“

Museumsdirektorin Dr. Gesa Snell lobte das starke Interesse der Hamelner an den letzten Ausstellungen. Durch die Umzugsaktivitäten entwickele sich „die Sache des Museums momentan sehr zielgerichtet“. Der Forschung käme eine besondere Rolle zu. Es gelte, Texte zu überarbeiten und neue Fundstücke zu erfassen. „Wir bekommen viele neue Sachen aus der Bevölkerung. Ein wunderbarer Zuwachs“, sagte die Museumsdirektorin. Auch künftig wollten die Museumsmitarbeiter deutlich machen, wodurch sich Hameln von der allgemeinen niedersächsischen Geschichte unterscheide.

Bücherwart Gerhard Pieper gab einen Überblick über Neuanschaffungen und Ausleihverhalten der Bibliotheksnutzer, und der stellvertretende Vereinsvorsitzende und Leiter des „historischen Arbeitskreises“, Günter Raß, skizzierte das alte und neue Exkursionsprogramm. Kassenrevisorin Godelinde Lampe, der Hans Jäger als neu gewählter zweiter Revisor zur Seite steht, konnte beruhigt Entlastung für Kassenwart Hans-Jörg Nulle vorschlagen. Dessen solides Finanzmanagement zeitigt nicht nur tiefschwarze Zahlen, sondern auch ein erfreuliches Spendenaufkommen. Sein Fazit: „Auf dem Weg zu unserem Ziel, 500000 Euro zur Sanierung beizusteuern, sind wir gut vorangekommen.“

Museumsdirektorin Dr. Gesa Snell zeigt den Mitgliedern des Museumsvereins Fundstücke, die bei Grabungen unter dem Museum zum Vorschein kamen.

Foto: eaw



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