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Unterkunft, Tagestreff und Beratung unter einem Dach / Senior Schläger als Namensgeber

Verein Obdachlosenhilfe hat ein Haus gefunden

Hameln (ni). „Senior Schläger Haus“ soll es heißen und nach dem Umbau den Ärmsten der Armen offen stehen: Nach drei fehlgeschlagenen, weil am Widerstand der Nachbarschaft gescheiterten Anläufen ist es dem „Verein Obdachlosenhilfe“ jetzt gelungen, ein geeignetes Haus für die Einrichtung einer Anlaufstelle wohnungsloser Menschen zu finden.

veröffentlicht am 03.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 09:21 Uhr

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Das Konzept für dieses Haus steht schon lange. Es ist darauf ausgelegt, die Wohnungslosen, die Durchreisenden zu erreichen, die noch zugänglich sind für Gespräche, empfänglich für Zuwendung, offen für Hilfsangebote – und die ihren Traum von der Rückkehr in ein geordnetes Leben mit festem Wohnsitz noch nicht ausgeträumt haben. Jahrelang war der Verein auf der Suche nach einem Gebäude, in dem er seine Vorstellungen von einem bedarfsgerechten Angebot „unter einem Dach“ verwirklichen konnte. Es sollte Platz für Übernachtungen bieten, außerdem für einen betreuten Tagestreff und für die von der Diakonie getragene Beratungsstelle für Wohnungslose, die „Ambulante Hilfe“.

Doch ob Königstraße, Platzstraße oder Kaiserstraße – wo immer die ehrenamtlich engagierten Mitarbeiter der „Obdachlosenhilfe“ ein Objekt in Aussicht hatten, formierte sich prompt der Protest der Anlieger und beugten sich schließlich auch die Politiker diesem Druck. Aber auf deren Unterstützung ist der Verein angewiesen. Um sein Konzept realisieren zu können, braucht er Geld – von der Stadt Hameln und vom Landkreis. Beide haben grundsätzlich ihre Bereitschaft bekundet, einen Anteil zur Finanzierung beizusteuern. Der Ausschuss für Gesundheit und Soziales berät heute Nachmittag den Antrag des Vereins, die schon zugesagte Förderung noch einmal um 15 000 Euro aufzustocken.

Haus ideal für

Zwecke und Ziele

Das jetzt gefundene Haus am Ostertorwall/Ecke Mühlenstraße sei mit seiner innenstadtnahen Lage und wegen seiner Größe nahezu „ideal“ für die Zwecke und Ziele des Vereins, so dessen Vorsitzender Hans Jürgen Krauß. Aufmerksam geworden sei man auf das Gebäude durch eine Immobilienanzeige. Der Eigentümer sei zum Verkauf des Hauses bereit gewesen, nachdem er ausführlich über die die beabsichtigte künftige Nutzung informiert worden war. Bei den bisherigen Mietern eines vom Verein nicht benötigten Nebengebäudes auf dem Grundstück sei keinerlei Überzeugungsarbeit nötig gewesen. Nach einem „sehr angenehmen Gespräch“ hätten sie erklärt, sie wollten gern weiter dort wohnen bleiben.

Einen Namen hat die Einrichtung bereits: „Senior-Schläger-Haus“, benannt nach dem Pastor an der Hamelner Marktkirche, „der sich stark für die arme Bevölkerung eingesetzt hat“, so Krauß. Ob Zufall oder Wink des Schicksals: Ein Nachkomme Schlägers hat das Haus am Ostertorwall einst gebaut und darin seine Arztpraxis betrieben.

An der Ecke Ostertorwall/Mühlenstraße liegt die Immobilie, die der Verein für die Betreuung wohnungsloser Menschen umbauen will.

Foto: Dana

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