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Celler Richter weisen Klage des Landkreises zum zweiten Mal ab

Vaterschaftstest bei eineiigen Zwillingen nicht aussagekräftig

Hameln/Celle (HW). Was eigentlich Stoff für einen Roman wäre, hat das Oberlandesgericht Celle jetzt kapitulieren lassen. Die (wahre) Geschichte: Eine Frau schläft abwechselnd mit zwei Männern und wird schwanger. Ein Sohn (heute 14) wird geboren, doch die Vaterschaft, die normalerweise per DNA-Analyse ermittelt wird, lässt sich nicht eindeutig feststellen, weil es sich bei den Liebhabern der Mutter um eineiige Zwillingsbrüder gehandelt hat (wir berichteten). Ihr Genmaterial ist so ähnlich, dass eine eindeutige Aussage über die Vaterschaft nicht möglich ist. „Ein Ergebnis wäre nicht aussagekräftig. Der Senat hat sich viel Mühe gegeben, aber die Wissenschaftler stoßen an ihre Grenzen“, bestätigte gestern der Sprecher des Oberlandesgerichtes in Celle, Dr. Götz Wettich, der Dewezet. Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft lasse sich die Vaterschaft nicht feststellen. Das Gericht habe drei Gutachter zurate gezogen. Eine Beweisaufnahme sei mit zu vielen Unwägbarkeiten belastet und münde letztlich in wissenschaftliche Grundlagenforschung und einem Experiment, erklärte Wettich. Er betonte: „Ein Ergebnis wäre am Ende nicht aussagekräftig genug.“ Deshalb habe das Oberlandesgericht Celle die Klage abgewiesen – zum nunmehr zweiten Mal.

veröffentlicht am 06.02.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 16:41 Uhr



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