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Hat ein Hamelner seinen Sohn schwer verletzt?

Vater unter Verdacht

HAMELN. Mike I. (Name geändert) aus Hameln muss sich am 12. Juni vor der 12. Großen Strafkammer des Landgerichts Hannover verantworten. Der 27-Jährige soll am 28. Juni 2017 seinen damals nicht einmal vier Monate alten Sohn so kräftig geschüttelt haben, dass dieser erhebliche Kopfverletzungen erlitt.

veröffentlicht am 10.06.2019 um 16:40 Uhr
aktualisiert am 11.06.2019 um 09:12 Uhr

Das Kind musste längere Zeit intensivmedizinisch in einem Krankenhaus behandelt werden. Foto: dPA
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Nach Angaben von Richter und Medienmanager Hans-Christian Rümke zog sich das Kleinkind „subdurale Blutungen im Gehirn und massive Blutungen in den Augen“ zu. Das Kind sei bis zum 10. Juli 2017 auf einer Intensivstation behandelt worden, sagte Rümke.

Die Staatsanwaltschaft in Hannover hat den Hamelner wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen angeklagt. Das Motiv der mutmaßlichen Tat ist unbekannt. „Der Mann soll seinen Sohn morgens mit ins Wohnzimmer genommen haben, weil das Kind aufgewacht war“, sagt Richterin und Gerichtssprecherin Dr. Maike Hoffmann auf Nachfrage der Dewezet. Was dann passiert ist, kann wohl nur der Vater sagen. Mike I. wird vorgeworfen, seinen Sohn mehrfach und zudem heftig geschüttelt zu haben. Man könne davon ausgehen, dass in diesem Fall kein Tötungsvorsatz nachweisbar war, erklärt Dr. Hoffmann. Ansonsten wäre versuchter Totschlag angeklagt worden. Strafverteidiger Roman von Alvensleben sagt: „Mein Mandant bestreitet die Vorwürfe.“ Die Kammer hat drei Verhandlungstage angesetzt. Am 27. Juni könnte das Urteil gesprochen werden.

Erst vor wenigen Tagen hatte das Landgericht in Hannover einen Tagesvater wegen schwerer Misshandlung eines Schutzbefohlenen und schwerer Körperverletzung zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt. Der 31-Jährige soll einen 13 Monate alten Jungen im März 2017 beinahe zu Tode geschüttelt haben – seither ist das Kind schwerbehindert.



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