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Väterchen Frost lässt den Rat zittern

veröffentlicht am 18.01.2010 um 17:15 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:37 Uhr

Hameln (HW). Das einsetzende Tauwetter bedeutet frostige Zeiten für die finanziell ohnehin schon arg gebeutelte Stadt Hameln. Der Haushalt 2010 ist seitens der Verwaltung noch nicht einmal fertiggestellt, schon droht eine neue Kostenlawine. Losgetreten durch Väterchen Frost, der in den vergangenen Wochen unbarmherzig zugeschlagen und erhebliche Schäden an öffentlichen Wegen, Straßen und Gebäuden hinterlassen hat.

Noch ist das ganze Ausmaß der Zerstörung zwar nicht zu erkennen, aber im Rathaus zeichnet sich schon jetzt ab, das einiges Geld aufgebracht werden muss, um alles wieder instand zu setzen. „Viele Bereiche sind noch vereist. Eine Gesamtbilanz kann erst erstellt werden, wenn Schnee und Matsch restlos getaut sind. Aber da kommt einiges auf uns zu“, vermutet der städtische Sprecher Thomas Wahmes.
 Zahlreiche Schadensmeldungen aus dem gesamten Stadtgebiet sind bereits im Rathaus eingegangen. Insbesondere auf Gehwegen werden durch den Frost hochgedrückte Pflastersteine schnell zu Stolperfallen. Die Stadt will die Schäden durch den Betriebshof zumindest provisorisch sukzessive abarbeiten, dennoch mahnt die Verwaltung Fußgänger in diesen Tagen zu besonderer Vorsicht. Mit den endgültigen Reparaturarbeiten könne erst begonnen werden, wenn kein Frost mehr im Boden ist. „Auch hat die Erfahrung gezeigt, dass sich dann viele Steine wieder senken“, berichtet Wahmes.
  Für die Straßenunterhaltung sind im Hamelner Haushalt 2010 etwa 550 000 Euro vorgesehen. Aber ob diese Summe reicht, steht derzeit in den Sternen, denn ursprünglich war sie für „ganz normale“ Sanierungsarbeiten geplant. Nun müssen zusätzlich die Frostschäden behoben werden, und was sich im Zuge der geplanten Erneuerungsarbeiten nicht bewältigen lässt, bedeutet zusätzliche Kosten für die Stadt.
 Zum Vergleich: Auch im Etat 2009 belief sich die Investitionssumme für Straßenerneuerungen auf 550 000 Euro. Im vergangenen Jahr, bei einem nicht so strengen Winter wie diesesmal, musste der Rat der Stadt 150 000 zusätzliche Euros genehmigen, um die entstandenen Schäden des Winters beheben zu können. Die Haushaltsberatungen stehen erst an. Und wo eigentlich Konsolidierung angesagt ist, zittern die Ratsmitglieder nun einmal mehr vor Väterchen Frost. 



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