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Tausende zollten den Rollschuhläufern in der Rattenfänger-Halle Applaus / Professionelle Kulissen

„Urmel aus dem Eis“ – das war ganz heiß

Hameln. Noch eine halbe Stunde bis zum Beginn der Show. In den „Katakomben“ der Rattenfänger-Halle fühlt der Unbeteiligte fast hautnah die Unruhe. Hier herrscht noch Durcheinander, hier und da aufgeregtes Schnattern, da wird das Sportgerät – der Rollschuh – gewartet, werden Rollen angezogen, und immer wieder werden Runden um die Sitzbänke in den Umkleidekabinen und Läufe auf dem langen Flur gemacht.

veröffentlicht am 13.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 23:41 Uhr

Das ist Akrobatik pur.

Autor:

Heiko Gropp
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Andere wiederum sitzen herum, sammeln sich, versuchen, Ruhe zu finden. 60 Rollschuhläuferinnen und -läufer im Alter von 4 bis 45 Jahren warten auf ihren großen Auftritt in „Urmel aus dem Eis“. Aufgeregt? Lampenfieber? „Nein“, sagen die Schmetterlinge, doch überzeugend klingt das nicht. Da ist das Urmel (Leonie Blasko) ganz ehrlich: „Aufgeregt? Schon ein bisschen. Draußen sind so viele Leute, und viele davon kenne ich.“ Gesehen hat Leonie die über das eingespielte Video aus der Halle. Mehrere Darsteller stehen ebenfalls vor dem Bildschirm und verfolgen mit Interesse, wie sich die Halle füllt. Es werden nach der ersten Vorstellung mit 1300 Menschen, in der zweiten fast 1500 Kinder mit Eltern, Großeltern und Freunden sein.

In fünf Minuten soll es losgehen. Einer kämpft noch mit seinem Bart: der Professor Habakuk Tibatong (Peter Becker). Mit den Fingern beider Hände drückt er drauf. „Hoffentlich ist der Kleber bald hart, und der Bart sitzt“, sagt er. Dann geht es los, und die einzelnen Gruppenleiter erinnern nochmals an die Lauffiguren, die Schritte und: „Absprung klar? Du bist die Erste.“

In der Halle wird es dunkel, dann erhellen die Scheinwerfer die Bühne mit ihrem herrlichen Bühnenbild, und die ersten Läuferinnen und Läufer kommen unter großem Applaus in die „Arena“, ob einzeln, zu zweit, zu dritt oder mehr. Sie zeigen in dem Stück des Roll- und Eissportclubs Hameln, was sie können. Rückwärts, vorwärts, in Reihe, ein Bein hoch, in der Hocke, springend, Pirouetten drehend und vieles mehr. Selbst akrobatische Teile mit dem Anheben von Partnern oder einzelnen Rollschuhläuferinnen durch eine ganze Gruppe fehlen bei den Läufen nicht. Das Publikum ist begeistert und feiert jeden Laufabschnitt des Stückes „Urmel aus dem Eis“ mit frenetischem Beifall.

2 Bilder
Hauptperson: Urmel.

Die erste Vorsitzende des RESC, Sabine Rost, ist mehr als zufrieden. „Ich bin sprachlos. Es ist gut gelaufen. Unsere Darsteller haben fast über ihr Vermögen hinaus alles gezeigt.“ Und die? „Es war sehr schön, aber anstrengend“, so das „Urmelchen“, und der Professor: „Es hat einen Heidenspaß gemacht.“ Mit sich zufrieden sind auch die „Schmetterlinge“. „Es war toll, und das Beste war der lange Applaus des Publikums.“ Des Lobes voll auch Bürgermeister Herbert Rode: „Ganz heiß! Toll, was der RESC hier geleistet hat. Ich bin stolz darauf, dass wir solch einen Verein in unseren Stadtmauern haben.“

„Wundervoll“, sagt Natalia Besier. „Super,“ stellt Ariane Giesecke fest, und Horst Gutsmann fast zusammen: „Wunderbar, von Anfang bis Ende. Tolle Kostüme, und die durch die Mütter geschneidert, ein Bühnenbild erstellt, was Profis nicht besser hätten machen können, und dann diese tolle, sportliche Rollschuhlaufkunst. Mehr geht nicht. Kompliment!“

Auf den Gleichtakt kommt es an bei dieser Figur, die die Rollschuhläuferinnen in Reihe tanzen.

Fotos: gro



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