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Urenkels!

Dat hett’n nu davon, dat’n seo freuh anefongen hett! Getze hebbet miene Ehegeliebte un ek al drei Urenkels, twei Bengels un en Meiken. Tja, un de öllste hett al veier Jahre uppen Puckel. De hett aberst ook nix as in’n Koppe. Is wahrhaftig en gelungenen Bengel un wenn ek as Uropa öhne maal wat vertelle, hei versteiht dat un behölt et ook. Dei Öllern un Greotöllern schimpet mek doch jedetmaal iut, wenn ek versoike, düssen lüttjen Wicht Dönekens teo vertellen. Se hebbet öhne seo’n dubbelten Namen verpasst: Malte-Jonathan. Verstah ek nich, aber wat mott, dat mott! Ek reope öhne bloot Malte, dei annern ook.

veröffentlicht am 02.12.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 13:21 Uhr

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As hei in’n vorichten Jahr mee siene Mudder maal we’er siene Oma, dat is miene Dochter, besochte, pricke mek de Hawer! Ek säe teo öhne: „Malte, wenn du jetzt wieder nach Leipzig zurück kommst und dein Papa öffnet die Wohnungstür, dann sagst du zu ihm: „Papa, ich bin der Malte und du bist der Alte!“ Eseggt, edaan! An’n sülbigen Abent noch bimmelle mien Telefon, an’n Apparat mien Enkel Bastian, Vader von Malte Jonathan, un röppet: „Opa, du hast uns Enkeln schon so viel Unmögliches erzählt, jetzt fängst du auch noch mit deinen Urenkeln an!“ Hett doch düsse lüttje Malte wahrhaftig mienen Spruch upeseggt. Ek mosste lachen un dachte seo bie mek: De Appel fällt nich wiet von’n Stamm!

As ek düt Mallör einet Dondersdagmorjens miener Kaffeerunde vertelle, lachen se un glieks vertellen se ook Dönekens von lüttjen Erdenbürgern. Ruth erinnere sek an seo’n Bengel, de was noch keine veier Jahre, de meine ernsthaftig: „Entweder werde ich morgen 4 oder es ist Weihnachten!“ An’n anneren Abent meine düsse Slaumeier: „Jetzt will ich aber auch mal bestimmen, wer zuerst ins Bett geht!“ Dei drütte Geschichte was ook nich seo ohne: As maal seo’n evangeelschen lüttjen Dreikäsehoch mee siene Mudder in ’ne katheolsche Kerken güng un de Weihrauch wehe öhne ümme siene Näsen, da reip hei liut: „Mama, ist das der Grill vom lieben Gott?“

Einen aber noch von mienen Malte: Veier Generatschonen seiten teohaupe an’n Middagesdische un et smecke allen gladde. Iuse Dochter harre sek maal we’er bie’n Koken seo richtig Meuhe maket. Da stöhne doch twischendör iuse lüttje Malte un reip liut obern Disch weg: „Das schmeckt ja zum Kotzen gut!“ Ösch bleiw dei Spucke wege, aberst nu segge doch bloot kein einen, in’n Kinnergaarn, da lernt se nix!

FIFFI Voss vERTELLT

anefongen: angefangen versoike: versuche

Hawer: Hafer

Mallör: Unglück

glieks: gleich Dönekens: Streiche

liut: laut

gladde: besonders gut

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