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Stadt soll ehemaliges Britengelände bis zum Kauf pachten / Verwaltung hat Bedenken

Upnor schon bald für alle offen?

HAMELN. Die Politik will Tempo machen und die Hamelner nicht so lange warten lassen, bis die Stadt irgendwann das ehemals britische Militärgelände Upnor gekauft hat und das Gebiet an der Weser für die Öffentlichkeit freigibt. Sie will, dass die Stadt das Gelände pachtet – und zwar so schnell wie möglich.

veröffentlicht am 12.08.2018 um 11:32 Uhr
aktualisiert am 13.08.2018 um 11:58 Uhr

Briten Gelände Upnor an der Fischbecker Landstraße. Foto: Dana
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Das Gelände könnte den Hamelnern dann für ihre Freizeitgestaltung zur Verfügung gestellt werden. Doch diese Möglichkeit könnte sich noch hinziehen.

Tatsächlich suchen schon jetzt viele Hamelner das Upnor-Gelände auf. Sie gehen dort mit ihren Hunden spazieren, machen es sich auf der weitläufigen Wiese bequem oder baden in den einst für die Zufuhr der Amphibienfahrzeuge der Briten künstlich angelegten „Buchten“. Das Gelände ist zwar eingezäunt, die Torzufahrt verschlossen. Aber durch zahlreiche Löcher im Zaun bahnen sich viele Hamelner schon jetzt ihren Weg auf das etwa 23 Hektar große Areal. Die Politik will nun, dass die Hamelner möglichst bald den weitläufigen Uferbereich betreten können, ohne sich des Hausfriedensbruchs schuldig zu machen.

Dieses Ansinnen geht auf einen Antrag der FDP-Fraktion zurück. Das Grundstück solle „schnellstmöglich für die Allgemeinheit“ geöffnet und „für besondere Zwecke bereitzustellen“, heißt es darin. Zum Paddeln beispielsweise, führte Rüdiger Zemlin von der FDP im Stadtentwicklungsausschuss aus.

Der Rat und die Stadtverwaltung haben schon länger die Absicht, auf Upnor einen Weserfreizeitpark entstehen zu lassen, ein Naherholungsgebiet mit Sportmöglichkeiten, Grillplätzen, Badestellen, Bootsanleger, Wohnmobilstellplatz und Hundestrand (wir berichteten). Pläne, die ihren Preis haben: 5,3 Millionen Euro hat das Mindener Planungsbüro Sönnichsen & Partner dafür veranschlagt. Wie das mal finanziert werden soll, ist noch offen. Aber die Politik wäre ja schon froh, wenn sich zeitnah die kleinere Variante umsetzen ließe, eben indem die Stadt das Gelände pachtet.

Aber auch das ist offenbar nicht so einfach. Es sei „völlig unklar“, ob die Bima überhaupt dazu bereit sei, Upnor zu verpachten, sagte Stadtbaurat Hermann Aden in der Ausschusssitzung. Zwar würde auch die Stadtverwaltung es grundsätzlich begrüßen, wenn das Gelände im Sommer 2019 für die Hamelner freigegeben werden könnte. Aber, gab er zu bedenken, dabei seien auch die Folgen zu berücksichtigen, die mit einer Öffnung des Geländes einhergingen: Müll, der hinterlassen wird und weggeräumt werden muss, Pflege, die dann auf dem Gelände vorgenommen werden muss. Für diese Maßnahmen brauche es Personal und das verursache Kosten. Die Vor- und Nachteile, die mit Pacht und Öffnung des Geländes einhergingen, müssten abgewogen werden, plädierte Aden. Doch die Politik ist sich ihrer Sache sicher und stimmte einstimmig für den FDP-Antrag. Das vorläufig letzte Wort hat jedoch der Rat. Und dann ist immer noch die Frage, ob und wenn ja, zu welchem Preis die Bima überhaupt bereit ist, Upnor zu verpachten.

UPDATE: Bevor die Stadtverwaltung mit der Bundesanstalt für Immobilien (Bima) für eine mögliche Pachtvergabe des Upnor-Geländes in Verhandlungen tritt, soll die Stadt prüfen, welche Kosten denn im Falle einer Pacht des Weserufers an der Fischbecker Landstraße auf sie zukommen würden. Laut FDP-Antrag hätte die Verwaltung „unverzüglich in Verhandlungen mit der Bima“ treten sollen (wir berichteten). Der Antrag wurde im Stadtentwicklungssausschuss jedoch einstimmig in einen Prüfantrag umgewandelt. Bevor also Verhandlungen mit der Bima aufgenommen werden, will die Politik wissen, welche Kosten auf die Stadt zukämen, falls sie Upnor pachten sollte. pk



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